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„Die Stunde Null“
Deutschlands Wasserstoff-Hoffnung: Wie das Dresdener Start-up Sunfire durchstarten will

Sunfire-Anlage zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe in Dresden

© Sebastian Kahnert / DPA

13.05.2022, 16:59
2 Min. Lesezeit

Das Dresdener Start-up Sunfire baut Elektrolyseure für die Produktion von Wasserstoff. CEO und Mitgründer Nils Aldag erzählt vom langen Weg seit der Gründung, neuen großen Aufträgen und Allianzen und spricht über die Frage, ob die deutschen Wasserstoff-Ziele erreichbar sind.

Von Lucile Gagnière

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist die Produktion von Wasserstoff von einem Expertenthema zu einem Projekt mit absolutem Vorrang geworden. Als Baustein für die Energiewende und Speichermedium war der tendenziell schadstoffarme Energieträger schon immer vorgesehen. Doch der Druck, die Abhängigkeit von russischem Gas so rasch wie möglich zu reduzieren, hat den Bedarf nach Wasserstoff noch stark erhöht. „Seit Anfang dieses Jahres ist noch mal eine zusätzliche Dynamik hinzugekommen“, sagt Nils Aldag, CEO von Sunfire, im Podcast „Die Stunde Null“. „Wasserstoff wird einer der spannendsten Energiemärkte überhaupt.“ 

Das Dresdener Unternehmen baut Elektrolyseure – also Anlagen, die per Elektrolyse Wasserstoff erzeugen – und setzt auf einen boomenden Markt: Viele Branchen wie die Produzenten von Stahl, Chemie oder Zement setzen beim Weg zur Klimaneutralität auf Wasserstoff. Der globale Wasserstoffbedarf dürfte Schätzungen zufolge zwischen 2019 und 2030 von 71 auf 88 Megatonnen (Mt) wachsen und sich bis 2040 auf 137 Mt verdoppeln. Allein in Deutschland könnte die Nachfrage bis 2030 auf 3,3 Mt steigen.

Aldag hat Sunfire 2010 zusammen mit Carl Berninghausen und Christian von Olshausen gegründet, zu einer Zeit, in der auch Investoren kaum Interesse an Wasserstoff hatten: „Das war damals eine…