Das Wichtigste in Kürze:

Russland stellt Stromlieferung nach Finnland ein Kanzler Scholz telefoniert abermals mit Präsident Putin Schwedische Sicherheitsanalyse sieht möglichen NATO-Beitritt positiv Türkei gegen NATO-Mitgliedschaft von Schweden und Finnland EU stockt Gelder für Waffenlieferungen auf

Der russische Versorger Inter RAO stellt nach Angaben des finnischen Netzbetreibers Fingrid ab Samstag seine Stromlieferungen nach Finnland bis auf weiteres ein. Grund sei, dass über die Energiebörse Nord Pool seit dem 6. Mai keine Zahlungen bei der russischen Firma eingegangen seien, teilt Fingrid unter Verweis auf eine Erklärung von Inter RAO mit. Fingrid sei nicht für die Zahlungen zuständig. Nord Pool lehnte eine Stellungnahme ab.

Fingrid gab sich indes gelassen und betonte, dass die Versorgungssicherheit nicht gefährdet sei. Die Energie aus Russland mache rund zehn Prozent des gesamten Verbrauchs aus und könne durch Importe aus Schweden und zum Teil durch heimische Stromerzeugung ausgeglichen werden.

Die finnische Staatsspitze hatte am Donnerstag erklärt, Finnland solle angesichts des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine „unverzüglich“ einen Antrag auf Beitritt zur NATO stellen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte anschließend, Russland würde eine finnische Mitgliedschaft in dem westlichen Militärbündnis „definitiv“ als Bedrohung ansehen. Das russische Außenministerium erklärte, Moskau sehe sich gezwungen, darauf „militärisch-technisch und auf andere Weise“ zu reagieren.

Kanzler Olaf Scholz wies Putin „auf die Verantwortung Russlands für die globale Lebensmittellage“ hin

Scholz fordert Waffenstillstand von Putin

Nach mehr als sechs Wochen Funkstille haben Bundeskanzler Olaf Scholz und der russische Präsident Wladimir Putin erstmals wieder telefoniert. Scholz forderte in dem Telefonat nach eigenen Angaben ein sofortiges Ende des Ukraine-Krieges. „Es muss schnellstmöglich einen Waffenstillstand in der Ukraine geben“, erklärte der…