Das Wichtigste in Kürze:

Die ukrainische Regierung betont die territoriale Integrität des Landes Botschafter Melnyk erwartet stärkeres Engagement für EU-Beitritt In die Verhandlungen um das Asovstal-Werk sind auch die Türkei und die UN eingeschaltet Mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen

 

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat die Ziele seiner Regierung in dem russischen Angriffskrieg dargelegt. Was auch immer nötig sei und ganz gleich, wie lange es dauere, die Ukraine werde militärisch und auch diplomatisch dafür kämpfen, „dass unser Land vollständig wiederhergestellt wird“, sagte Kuleba im Zweiten Deutschen Fernsehen. Es gehe um die gesamte territoriale Integrität, einschließlich des Donbass und der Krim, betonte er. Im Gespräch mit anderen Politikern warb der Minister eindringlich für eine EU-Beitrittsperspektive für die Ukraine. Kuleba besucht Deutschland für vier Tage und nimmt zeitweise auch am G7-Außenministertreffen an der Ostsee teil. 

Ukrainischer Botschafter verlangt mehr Einsatz für EU-Beitritt

Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk erwartet von der Bundesregierung einen stärkeren Einsatz für die von Kiew angestrebte EU-Mitgliedschaft. „Neben Waffenlieferungen und der Verschärfung von Sanktionen ist unser Hauptziel, Unterstützung zu bekommen für einen Beitritt zur EU“, sagt Melnyk dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Da die Entscheidung über den Kandidatenstatus seitens der EU bis Ende Juni getroffen werde, wäre es wichtig, wenn die Deutschen dabei helfen würden, andere Skeptiker zu überzeugen, so Melnyk.

UN, Rotes Kreuz und Türkei in Azovstal-Verhandlungen eingeschaltet

Mit internationaler Unterstützung bemüht sich die ukrainische Führung weiter um die Rettung der Soldaten im belagerten Stahlwerk Azovstal in der Hafenstadt Mariupol. Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk sagte, Kiew habe den Vereinten Nationen (UN) und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz das Mandat zu den Gesprächen…