Die Kernaussage des zweiten internationalen virtuellen Corona-Gipfels ist eindeutig: Man dürfe im Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht nachlassen. Bundeskanzler Olaf Scholz mahnte: „In unserer Wahrnehmung mag die Pandemie vorüber sein.“ So dominiere der Ukraine-Krieg die Schlagzeilen, viele Menschen seien zudem inzwischen „müde“, über Corona zu lesen. „In der rauen Wirklichkeit aber ist die Pandemie keineswegs vorbei.“

Mehr als 6,2 Millionen Tote im Zusammenhang mit COVID-19 

Der Kanzler wies darauf hin, weltweit seien schon mehr als 6,2 Millionen Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. „Aktuelle Ausbrüche und neue besorgniserregende Virusvarianten verdeutlichen das Risiko, dass sich die Pandemie noch länger hinzieht.“ Nötig seien deswegen unter anderem mehr Finanzmittel, um Menschen weltweit impfen zu können. Es gebe noch eine „erhebliche Finanzierungslücke, die wir gemeinsam schließen müssen“.

Auch US-Präsident Joe Biden warnte, es gebe noch „so viel zu tun.“ „Diese Pandemie ist nicht vorbei“, fügte er hinzu. „Wir alle müssen mehr tun.“

Der Gipfel wurde just an dem Tag abgehalten, an dem in der Pandemie zwei traurige Zahlen bekannt wurden. In den USA wurde nach Angaben des Weißen Hauses in Washington die Schwelle von einer Million Corona-Toten überschritten. Biden sprach von einem „tragischen Meilenstein“. In Zählungen der US-Gesundheitsbehörde CDC liegt die Totenzahl noch etwas unter einer Million. Ungeachtet dessen sind die USA mit ihren 330 Millionen Einwohnern mit Abstand das Land mit den meisten offiziell registrierten Corona-Todesopfern weltweit. In Europa überstieg die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Schwelle von zwei Millionen.

Finanzzusagen von 2,9 Milliarden Euro 

Die Teilnehmer des Gipfels sagten nach US-Angaben zusätzliche Finanzmittel in Höhe von mehr als drei Milliarden Dollar (rund 2,9 Milliarden Euro) zu. Davon sind laut Weißem Haus mehr als zwei…