Pandemie
Grünen-Experte gegen Maskenpflicht-Ende in Verkehrsmitteln

Reisende gehen durch die Bahnhofshalle in Frankfurt/Main. Die Debatte um die Maskenpflicht in öffentlichen Transportmitteln geht weiter. Foto: Hannes Albert/dpa

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Können jetzt auch in öffentlichen Transportmitteln die Masken zum Schutz vor Corona-Ansteckungen fallen? Der Verkehrsminister sieht die Zeit dafür gekommen. In der Koalition stößt das auf Ablehnung.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) bekommt für seinen Vorstoß für ein Ende der Corona-Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Flugzeugen Widerspruch vom grünen Koalitionspartner.

«Es wäre unvernünftig, die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln schon jetzt aufzuheben», sagte Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen der Deutschen Presse-Agentur. «Wir brauchen Schutzmasken in Bahn und Bus für einen sicheren Sommer.» Dahmen verwies auch auf das Gedränge in vielen Fahrzeugen. «Die Pandemie mag manchem aus dem Sinn sein, sie ist aber nicht aus unserem Leben verschwunden.»

Am Montag hatten zwei EU-Behörden ihre Empfehlungen für den Luftverkehr gelockert. Die Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC nahmen die generelle Empfehlung zum verpflichtenden Maskentragen in Flughäfen und Flugzeugen zurück. Wenn an Abflug- oder Zielort Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr besteht, sollte dies aber weiter auch in den Maschinen gelten.

Dahmen: Kein Anlass für vorzeitige Änderungen

Dahmen sagte, einen Widerspruch zwischen europäischen und nationalen Vorgaben könne er nicht erkennen. «Die europäischen Empfehlungen schließen eine nationale Maskenpflicht ausdrücklich mit ein.» Die derzeitige Pandemie-Lage gebe keinen Anlass für vorzeitige Änderungen des Infektionsschutzgesetzes.

Wissing hatte angesichts der…