Kaum hat die Menschheit die schlimmsten Zeiten der Corona-Pandemie überwunden, steht sie vor einer neuen Herausforderung: der Krieg Russlands gegen die Ukraine. 2020 fand die Operngala Bonn für die Deutsche AIDS-Stiftung nur als digitale Veranstaltung statt, 2021 musste sie aus Gründen des Gesundheitsschutzes komplett abgesagt werden. Nun ist die Glanz-Veranstaltung zum guten Zweck zurück in Bonn, zum zehnten Mal.

Eine musikalische Solidaritätsschleife

„In diesem Jahr steht die Jubiläums-Operngala Bonn leider im Zeichen des Krieges in der Ukraine“, sagt einer der Initiatoren, Helmut Andreas Hartwig, der DW. Die Veranstalter haben schnell reagiert: Die Musik spannt mit Beethovens Friedens- und Freiheitsoper „Fidelio“, dem Antikriegs-Lied „Lili Marleen“, interpretiert von dem deutschen Opernstar Simone Kermes, sowie „O Fortuna“ aus der „Carmina Burana“ von Carl Orff und der „Ode on Freedom“ aus der aktuellen CD von „Abba“ einen weiten Bogen an freiheitsbewegter Musik.

Die Macher: Helmut Andreas Hartwig (links) und Arndt Hartwig

„In dieser besonderen Situation wurde sogar das Logo der Operngala Bonn, die Rote Solidaritätsschleife gegen HIV, abgeändert“, erklärt Andreas Hartwig. Die Rote Schleife zeigt nun an einem Ende die ukrainischen Nationalfarben Blau und Gelb. „Mit dem Programm und der Roten Aids-Schleife, erstmalig zum Teil in den Farben der Ukraine, setzen wir ein Zeichen gegen Krieg und für Frieden in Freiheit und Selbstbestimmung. Dass sich so viele Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit uns für dieses Ziel einsetzen, erfüllt uns mit großer Freude“, so die Initiatoren.

Immer große Gefühle: Sopranistin Olena Tokar und Tenor Airam Hernandez bei der Operngala Bonn 2019

Mit dabei: Till Brönner

Mit einem Teil der Erlöse möchten sie die medizinische Versorgung von HIV-positiven geflüchteten Menschen aus der Ukraine unterstützen. „Neben dem schrecklichen Kriegsgeschehen vergessen wir jedoch nicht das große Anliegen der Operngala Bonn:…