Das zweite Semifinal des ESC ist entschieden. In einer ähnlich kurzweiligen Show wie das erste Halbfinale am Dienstag Abend stellten sich die Künstlerinnen und Künstler aus 18 Ländern einem gut gelaunten Publikum im Pala Olimpico in Turin sowie etwa einer halben Million Fernsehzuschauern vor.

Für Finnland eröffneten The Rasmus den Abend und bekamen direkt großen Applaus. Das Publikum sang sogar einige Passagen mit. Besonders gefeiert wurde die neue Gitarristin der Band mit ihrem lupenreinen Rock-Solo. So werden wir die Band, die 2003 mit „In The Shadows“ einen Riesenhit hatte, im Finale wiedersehen.

Serbien brachte die Halle zum Klatschen

Sängerin Konstrakta mit eigenwilliger Performance

Serbien kommt in diesem Jahr mit einer beeindruckenden Performance von der charismatischen Sängerin Konstrakta, die von der Optimierung des Körpers singt. Der Auftritt überzeugte – vor allem im Refrain, wo die ganze Halle laut mitklatschte und dies auch am Ende bei den Schnelldurchläufen tat.

Für Aserbaidschan sang Nadir Rustamli die Ballade „Fade to Black“ – mit großem Stimmumfang. Das wollen Zuschauer und Jury am Samstag nochmal hören.

Sehr gut inszeniert war der Auftritt des Australiers Sheldon Riley, der mit einem Glitzervorhang vorm Gesicht und gigantischer weißer Federschleppe die Powerballade „I’m not the same“ schmetterte – mit ordentlicher ESC-Dramatik. Auch der Kandidat für Estland überzeugte mit seinem Country-Folk-Song mit eingehendem Refrain. Das Bühnenbild machte es ihm einfach – er ritt quasi in den Sonnenuntergang hinein – hier hat die kinetische Sonne in der Mitte der beeindruckenden Bühne ihre ganze Kraft entfaltet.

Sheldon Riley gut inszeniert

Queerer Pomp aus Rumänien

Rumänien schickte den Sänger WRS mit dem Partysong „Llámame“ ins Rennen – in rotem Rüschenhemd mit Lacklederhose und einer Gruppe von Tänzern dürfte er vor allem der queeren Gemeinde Spaß gemacht haben – er sorgte für ordentlich Rhythmus mit leicht folkloristisch…