13.05.2022, 12:05
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Leonard Mehlig ist jung, studiert – und ist bereits erfolgreicher Unternehmer. Zu verdanken hat er das seiner App „Structured“. Und einer Menge Glück.

Jeden Tag laden sich Millionen von Menschen Apps auf das Smartphone. Eine von ihnen ist das Organisations-Tool “Structured“. Doch dahinter steht keine große App-Schmiede – sondern der Berliner Student Leonard Mehlig. Als besonders vielversprechender Entwickler wurde er bereits von Apple zur Hausmesse WWDC eingeladen und gemeinsam mit 200 weiteren deutschen Entwicklern über das Apple Foundations Programm gefördert. Im Programm “Gründer:innen“ wird er heute im App Store mit neun weiteren Apps anderer bemerkenswerter Entwickler:innen als besonders vielversprechendes Talent hervorgehoben. Wir sprachen mit ihm über das Geheimnis seines Erfolgs, warum er trotz sechsstelligen Einnahmen weiter jobbte und wie er sich die Zukunft vorstellt.

Leonard, mittlerweile haben zwei Millionen Menschen deine App “Structured“ heruntergeladen. Wie erklärst du dir den Erfolg?

Ich hatte jedenfalls nie diesen einen Schub, den ein Tiktok- oder Instagram-Video eines großen Influencers auslöst. Meine Theorie ist, dass das Wort Tagesplaner einfach vorher nicht besetzt war, ich also letztlich einfach sehr viel Glück hatte. Ich hatte genau so etwas wie „Structured“ gesucht, eine App, die To-Do-Liste und Kalender kombiniert und die Aufgaben in Listenform zeigt. Aber das gab es nicht. Und weil ich dann auch noch als einer von wenigen das Wort Tagesplaner im für die Suchfunktion im App Store sehr wichtigen App-Titel benutzte, stießen dann eben viele andere, die das suchten, auf “Structured“.

Aber so kommen doch keine zwei Millionen Downloads zusammen. 

Ein wichtiger Faktor ist natürlich, dass die Hürde sehr niedrig ist. Die App ist kostenlos, es gibt…