Agrar
Einfuhrpreis für Getreide um mehr als 50 Prozent gestiegen

Weizenmehl hat sich zuletzt deutlich verteuert. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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Der Import von Getreide verteuert sich im ersten Monat nach Beginn des Ukraine-Krieges deutlich. Brot und Mehl kosten mehr, auch weil die Personal- und Energiekosten steigen.

Der Ukraine-Krieg treibt die Getreidepreise in die Höhe. Verbraucher bekommen das beim Einkaufen inzwischen deutlich zu spüren.

Der Import von Getreide nach Deutschland verteuerte sich im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 53,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Einen stärkeren Zuwachs habe es zuletzt im Mai 2011 mit damals 74,0 Prozent gegeben.

Nach Einschätzung des Verbandes der Getreide-, Mühlen-, und Stärkewirtschaft (VGMS) spiegelt sich darin der seit Monaten steigende Weltmarktpreis wider. «Getreide wird weltweit teurer und dies schon vor dem Krieg in der Ukraine, der die bereits angespannte Situation am Getreidemarkt weiter drastisch verschärft hat», teilte eine Sprecherin des Verbandes auf Anfrage mit. Für ein deutsches Unternehmen ist es demnach egal, ob es Getreide aus deutscher, polnischer oder ukrainischer Produktion kauft – der Preis dafür wird an der Terminbörse Matif in Paris festgelegt.

Verbraucherpreise «bereits gestiegen»

Bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ist der Preisanstieg längst angekommen. «Die Preise im Supermarkt für Mehl, Haferflocken, Müsli und Cerealien aber auch Teigwaren sind bereits gestiegen», hieß es. «Mit Blick auf die Kostensituation beim Getreide und die Kostensteigerungen in allen relevanten Bereichen – Energie, Verpackung, Logistik – sind weitere Preissteigerungen wahrscheinlich.»

Auch vielen Bäcker-Betrieben macht die Entwicklung derzeit Sorgen. Neben…