Krieg in der Ukraine
Scharfschütze Wali übt vernichtende Kritik nach seinem Einsatz in der Ukraine

Scharfschütze Wali ließ sich für die ukrainischen Streitkräfte in voller Ausrüstung fotografieren

© Ukranische Streitkräfte / Commons

09.05.2022, 10:49
3 Min. Lesezeit

Scharfschütze Wali ist zurück in Kanada. Sein Einsatz verlief enttäuschend, er kam nie wirklich zum Schuss. Dann nahm ein russischer Panzer seine Gruppe unter Feuer.

Vor zwei Monaten ging Wali – einer der bekanntesten lebenden Scharfschützen der Welt – in die Ukraine, um gegen die russischen Invasoren zu kämpfen. Sein Erscheinen löste einen Propaganda-Sturm aus. Westlichen Medien schwelgten in der Vorstellung, der Schütze werde täglich 40 tote Russen „liefern“. Russische Medien behaupteten, er sei sofort nach Erscheinen in Mariupol mit einem Präzisionsschlag getötet worden. Nun ist Wali zurück in Kanada und gibt eine illusionslose Beschreibung des wahren Krieges.

Seine Zelte in der Ukraine hatte Wali abgebrochen, als seine Gruppe von einem russischen Panzer unter Feuer genommen wurde. „Ich habe das Glück, noch am Leben zu sein, es war wirklich nah dran“, sagt der ehemalige Soldat des Royal 22. Regiments zu „La Presse“ in seinem Haus in der Nähe von Montreal. Nach langer Untätigkeit sei er zunächst in der Nähe von Kiew eingesetzt worden und dann im Donbass. 

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Die Opferzahl: Die Zahl der getöteten russischen Soldaten ist schwer abzuschätzen, es gibt dazu unterschiedlichste Angaben. Laut der ukrainischen Seite sind mindestens 21.000 Russen gefallen, laut dem Kreml sind es aber nur rund 1000. Englischen Geheimdiensten zufolge sind es um die 15.000 – letzteres kommt der Wahrheit vermutlich am nächsten. Das wären ungefähr so viele, wie während der…