Das Wichtigste in Kürze:

Luftangriff auf Dorfschule entsetzt UN-Generalsekretär G7-Länder unterstützen Ausstieg aus russischen Ölimporten Ukrainischer Botschafter enttäuscht von Scholz-Rede SPD-Chef gesteht Fehler im Umgang mit Moskau ein

 

UN-Generalsekretär António Guterres hat sich „entsetzt“ über einen russischen Luftangriff auf eine Schule im Dorf Bilohoriwka in der ostukrainischen Region Luhansk gezeigt. Zivilisten und zivile Infrastruktur in Kriegszeiten dürften nicht angegriffen werden, erklärte Guterres. Der Angriff sei „eine weitere Erinnerung daran, dass in diesem Krieg, wie in so vielen anderen Konflikten, die Zivilisten den höchsten Preis zahlen“. Nach Darstellung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurden in der Schule etwa 60 Menschen getötet. Sie hätten dort Unterschlupf gesucht. 30 Menschen seien aus den Trümmern gerettet worden, berichtete Selenskyj. Seine Angaben konnten von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.  

António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen (Archiv)

An diesem Montag wird Guterres in der Republik Moldau erwartet, wo er unter anderem ein Auffanglager für ukrainische Kriegsflüchtlinge besuchen will. Sie stellen für die kleine, verarmte Ex-Sowjetrepublik eine große Belastung dar. Auch wuchs zuletzt die Furcht, dass der Krieg in der Ukraine auf das Nachbarland übergreifen könnte. In der moldauischen Separatistenregion Transnistrien hat Russland rund 1500 Soldaten stationiert.

Sturmangriff auf Azovstal-Komplex erwartet

Zum russischen Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland haben sich die im Mariupoler Stahlwerk verschanzten ukrainischen Kämpfer auf einen Sturmangriff eingestellt. Eine Kapitulation schlossen sie erneut aus. „Aufgeben ist keine Option, weil unsere Leben Russland nicht interessieren“, erklärte ein Offizier.

Nachdem zahlreiche Zivilisten von dort in Sicherheit gebracht werden konnten, befinden sich in dem Industriekomplex Azovstal noch hunderte Soldaten. Das…