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Faktencheck: Zweifelt Biontech am eigenen Impfstoff?

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft hat Comirnaty bei Infektion mit der Delta-Variante eine Wirksamkeit von etwa 90 Prozent gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung – bei der Omikron-Mutante zeigen erste Daten, dass der Schutz weniger gut ist. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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Mit Verweis auf ein internes Dokument wird dem Impfstoff-Hersteller Biontech unterstellt, er sei selbst gar nicht überzeugt von seinem Corona-Präparat. Was ist dran an der AfD-Behauptung? Ein Faktencheck.

Seit fast anderthalb Jahren wird der Impfstoff von Biontech weltweit gegen das Coronavirus eingesetzt. Millionen Menschen bietet er Schutz gegen schwerwiegende Covid-Erkrankungen. Obwohl das bereits viele internationale Untersuchungen nachgewiesen haben, laufen Impfgegner weiter Sturm gegen das Mittel.

Jüngst wird mit Verweis auf ein Biontech-Dokument aus den USA dem Hersteller unterstellt, er selbst sei gar nicht überzeugt von seinem Impfstoff.

Behauptung: «Biontech glaubt nicht mal selbst an die Impfung», heißt es etwa von der AfD.

Bewertung: Falsch.

Fakten: Im Mittelpunkt des Vorwurfs in Richtung des Pharmaunternehmens aus Mainz steht dessen Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) vom 30. März 2022 über das Geschäftsjahr 2021. Ein solcher muss nach dem US-Handelsgesetz jährlich von ausländischen Aktiengesellschaften vorgelegt werden.

Grundsätzlich verweist Biontech in diesem Bericht auf das «hohe Schutzniveau» der Impfung. Das Mittel biete «ein hohes Maß an Schutz gegen bedenkliche Varianten, einschließlich Alpha, Beta und Delta». Jüngste Laborstudien hätten zudem gezeigt, dass drei Impfdosen auch gegen die Variante Omikron wirkten, so das Unternehmen.

Doch vor allem ein Satz im…