Presseschau

77 Jahre Weltkriegsende
„So eine Rede wäre besser nicht gehalten worden“: Scholz‘ TV-Ansprache in der Kritik

Sehen Sie im Video: Bundeskanzler Olaf Scholz äußert sich am 8. Mai zur deutschen Verantwortung im Ukraine-Krieg.

STORY: BUNDESKANZLER OLAF SCHOLZ: „Für mich ist dies ein achter Mai wie kein anderer. (SCHNITT) Aus der katastrophalen Geschichte unseres Landes zwischen 1933 und 1945 haben wir eine zentrale Lehre gezogen. Sie lautet: Nie wieder. In der gegenwärtigen Lage kann dies nur bedeuten, wir verteidigen Recht und Freiheit an der Seite der Angegriffenen. Wir unterstützen die Ukraine im Kampf gegen den Aggressor. Das nicht zu tun, hieße zu kapitulieren vor blanker Gewalt und den Aggressor zu bestärken. (SCHNITT) Aus vielen Äußerungen, die ich dieser Tage höre, spricht ernste Sorge. Sorge auch davor, dass sich der Krieg ausweitet, dass der Frieden auch bei uns in Gefahr geraten könnte. Es wäre falsch, das einfach abzutun. Solche Sorgen müssen ausgesprochen werden können. Gleichzeitig gilt, Angst darf uns nicht lähmen. (SCHNITT) Dass es keinen Weltkrieg mehr geben soll, erst recht keinen zwischen nuklearen Mächten. Auch das ist eine Lehre des 8. Mai. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich kann Ihnen heute noch nicht sagen, wann und auf welche Weise Russlands grausamer Krieg gegen die Ukraine enden wird. Klar ist aber, einen russischen Diktatfrieden soll es nicht geben. Den werden die Ukrainerinnen und Ukrainer nicht akzeptieren und wir auch nicht. Selten standen wir mit unseren Freunden und Partnern so geschlossen und geeint da, wie heute. Ich bin zutiefst überzeugt, Putin wird den Krieg nicht gewinnen. Die Ukraine wird bestehen. Freiheit und Sicherheit werden siegen, so wie Freiheit und Sicherheit vor 77 Jahren über Unfreiheit, Gewalt und Diktatur triumphiert haben. Dazu, nach Kräften beizutragen. Das bedeutet heute nie wieder. Darin liegt das Vermächtnis des achten Mai.“

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09.05.2022, 11:35
3 Min….