Europäische Union
EU-Beitritt der Ukraine: Baerbock dämpft Erwartungen

«Wir wissen nicht, wann der Schritt erfolgen kann und wie er erfolgen kann, weil sie gerade in einem furchtbaren Krieg sind», sagt Annalena Baerbock zu angestrebten EU-Beitritt der Ukraine. Foto: Patrick Pleul/dpa

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«Die Ukraine gehört zum Haus Europa», sagt die Außenministerin. Gleichzeitig äußert sich Baerbock zurückhaltend, was einen baldigen EU-Beitritt angeht. «Wir dürfen nie wieder leere Versprechungen machen.»

Außenministerin Annalena Baerbock dämpft die Erwartung eines raschen EU-Beitritts der von Russland angegriffenen Ukraine.

Die Grünen-Politikerin bekräftigte zwar: «Die Ukraine gehört zum Haus Europa.» Doch fügte sie auf eine Frage nach dem EU-Beitritt hinzu: «Wir wissen nicht, wann der Schritt erfolgen kann und wie er erfolgen kann, weil sie gerade in einem furchtbaren Krieg sind.»

Die Ukraine hatte nach dem russischen Angriff vom 24. Februar um einen schnellen Beitritt zur Europäischen Union gebeten und bereits Unterlagen eingereicht, die Grundlage für Beitrittsgespräche sein könnten. Baerbock hatte sich schon Ende Februar zurückhaltend zu dem Beitrittsgesuch geäußert und darauf verwiesen, dass ein solches Verfahren normalerweise Jahre dauert.

«Wir dürfen nie wieder leere Versprechungen machen»

Bei ihrem Auftritt an der Frankfurter Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder sagte sie: «Wir dürfen nie wieder leere Versprechungen machen.» Deshalb müssten noch in diesem Halbjahr die längst angebahnten Beitrittsgespräche mit Nordmazedonien und Albanien eröffnet werden.

Baerbock bekräftigte die Forderung an Russland, den Ukraine-Krieg sofort zu beenden. In einer Rede schlug die Außenministerin den Bogen zur europäischen Einigung. «Russlands Krieg verneint all das,…