Einzelhandel
Anders Shoppen: Wie der Krieg das Einkaufen verändert

Die rasant steigenden Preise wirken sich auf das Einkaufsverhalten der Menschen in Deutschland aus. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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Der tägliche Einkauf stellt viele Verbraucher zur Zeit vor große Herausforderungen. Immer mehr Produkte werden teurer. Gut wenn man Tricks kennt, die das Einkaufen zumindest etwas billiger machen.

Häufiger beim Discounter einkaufen, auf teure Markenartikel verzichten und mehr auf Sonderangebote achten: Der Ukraine-Krieg und die rasant steigenden Preise bei vielen Produkten haben das Einkaufsverhalten vieler Menschen in Deutschland innerhalb weniger Wochen verändert.

Das zeigen aktuelle Umfragen und Daten von Marktforschern. «Haushalte reagieren sehr schnell, wenn sich die Rahmenbedingungen stark verändern», sagte der Handelsexperte Robert Kecskes vom Marktforschungsunternehmen GfK der Deutschen Presse-Agentur. «Das war bei der Pandemie so, und es ist jetzt beim Ukraine-Krieg und der hohen Inflationsrate genauso.» Die Menschen seien verunsichert, viele spürten, dass ihr frei verfügbares Einkommen schrumpfe und das habe deutliche Auswirkungen auf ihr Einkaufsverhalten.

«Konsumverhalten auf Sparflamme»

Das Kölner Handelsforschungsinstitut ECC spricht in einer aktuellen Studie schon von einem «Konsumverhalten auf Sparflamme». Laut ECC wollen fast zwei Drittel der Menschen (64 Prozent) in der nächsten Zeit beim Einkaufen mehr sparen. Größere Anschaffungen würden aufgeschoben. Und natürlich werde auch beim Lebensmitteleinkauf gespart.

Hier ist der Einschnitt sogar besonders spürbar. Denn der Lebensmittelhandel gehörte zu den größten Gewinnern der Corona-Krise. Während der Pandemie mit ihren Lockdowns hatten die Bundesbürger das Geld, das sie nicht in Restaurants, Bars oder für Urlaubsreisen…