Deutschland und China
Scholz spricht mit Chinas Staatschef Xi über Ukraine-Krieg

Bei seinem ersten Besuch als Kanzler in Asien hatte Olaf Scholz Ende April Japan besucht – und dabei einen Bogen um China gemacht. (Archivbild mit Xi Jinping aus dem Jahr 2017) Foto: picture alliance / Carsten Rehder/dpa

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Die chinesische Seite bezeichnet das Gespräch als «tief gehend und freimütig» Gespräch – was meist auf Differenzen hindeutet. Xi steht in der Kritik, weil er seinen Einfluss auf Putin bisher nicht nutzt.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping über den russischen Angriffskrieg in der Ukraine gesprochen.

Es sei auch um die Auswirkungen auf die globale Nahrungsmittelversorgung und Energiesicherheit gegangen, berichtete Regierungssprecher Steffen Hebestreit nach dem Videogespräch. Weitere Themen seien die Vertiefung der bilateralen Beziehungen und der Wirtschaftskooperation, die Pandemie, der Klimaschutz und die Beziehungen zwischen Europa und China gewesen.

Während sich der Regierungssprecher in Berlin nur knapp äußerte, berichtete die chinesische Seite ausführlicher. So habe Xi Jinping vor einer Eskalation des Ukraine-Krieges gewarnt. «Es müssen alle Bemühungen unternommen werden, um eine Intensivierung und Ausweitung des Konflikts zu vermeiden, die zu einer unbeherrschbaren Lage führen», sagte Xi Jinping nach Angaben des Staatsfernsehens.

China: Europas Sicherheit liegt «in den Händen der Europäer selbst»

Die europäische Seite solle auf «verantwortliche Weise» eine Lösung suchen, sagte Chinas Präsident. Offenbar in einem indirekten Hinweis auf den Einfluss der USA hob Xi Jinping hervor, dass die europäische Sicherheit «in den Händen der Europäer selbst» liegen sollte. Alle betroffenen Parteien sollten die Ukraine und Russland unterstützen, Frieden durch Verhandlungen zu…