Russische Invasion
Krieg gegen die Ukraine – So ist die Lage

Rauch steigt während des Beschusses aus dem Stahlwerk Azovstal in Mariupol auf. Foto: Alexei Alexandrov/AP/dpa

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Die letzten Zivilisten wurden aus dem Stahlwerk in Mariupol gerettet. Es gab heftige Gefechte im Osten. Und Scholz will sich in einer Fernsehansprache zum Krieg äußern. Die Entwicklungen im Überblick.

Nach der Evakuierung der letzten Zivilisten aus dem Stahlwerk Azovstal in Mariupol hofft die Ukraine auf die Rettung auch ihrer Verwundeten und Soldaten.

Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einer zweiten möglichen Phase der Evakuierung, die vorbereitet werde. Russische Kräfte setzten unterdessen ihre Angriffe auf die Fabrik fort, die letzte BAstion der Ukrainer in der weitgehend zerstörten Hafenstadt ist.

In der Nacht auf Sonntag gab es in weiten Teile des Landes Luftalarm. Aus den Städten Odessa und Mykolajiw im Süden wurden Explosionen gemeldet. Auf internationaler Ebene gehen am Sonntag die Bemühungen um Hilfe für die angegriffene Ukraine weiter. Die Gruppe der sieben führenden westlichen Industriestaaten (G7) will über neue Sanktionen gegen Russland beraten. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will sich in einer Fernsehansprache zum Krieg in der Ukraine äußern.

Dramatische Lage in Azovstal

In einer Feuerpause im Kampf um Azovstal am Samstag gelang es nach übereinstimmenden ukrainischen und russischen Angaben, die letzten Zivilisten aus ihren Verstecken zu bergen. Für die verbleibenden Soldaten ist die Lage aber verzweifelt. Er könne nur noch auf ein Wunder hoffen, schrieb der Kommandeur der 36. Marineinfanteriebrigade, Serhij Wolynskyj, bei Facebook. «Darauf, dass höhere Kräfte eine Lösung für unsere Rettung finden!»

Beobachter gehen davon aus, dass der Kreml Azovstal so schnell wie möglich…