Sehen Sie im Video: Eine Gruppe Tauchlehrer bringt neues Leben in ein Korallenriff vor Kuba.

Bunte Fische und leuchtende Korallen: So sah einst das Unterwasserleben von Kuba aus. Doch der Klimawandel und die Verschmutzung der Meere haben Spuren hinterlassen. Eine Gruppe kubanischer Tauchlehrer versucht nun, diesen Lebensraum wiederzuerwecken. Die Idee: Abgebrochene Korallenfragmente werden vom Meeresboden aufgesammelt und an einer Art „Unterwasserbaum“ aus alten Plastikrohren befestigt. Hier können die Korallenteile überleben und wachsen. In einem nächsten Schritt verpflanzen die Taucher die Korallen wieder ins Riff. Luis Muino ist einer der Projektleiter: „Es gibt zehn Korallenbäume mit jeweils 40 bis 50 Fragmenten, insgesamt also fast 400 Fragmente, die in der Aufzuchtstation gepflegt werden.“ In einem Jahr könnte aus diesen Korallenfragmenten ein 60 bis 80 Meter langes Riff aus komplett regenerierten Korallen entstehen, so Muino. Auch Michel Soto engagiert sich für das bedrohte Korallenriff: „Das Projekt braucht Zeit und man braucht Geduld. Aber das ist unser Job und wir lieben, was wir tun. Ich denke, dass auch andere Menschen ihren Teil für unsere Zukunft, unsere Kinder und Enkelkinder tun sollten, damit sie das Riff so sehen können, wie es vor sechs oder sieben Jahren war.“ Nach Angaben von US-Experten sind weltweit bereits 30 bis 50 Prozent der Korallenriffe verloren gegangen.