Die CDU hat die Landtagswahl in Schleswig-Holstein klar gewonnen. Nach den Prognosen von ARD und ZDF liegen die Christdemokraten von Ministerpräsident Daniel Günther deutlich vor SPD und Grünen und konnten sich bei der Wahl im Vergleich zu 2017 erheblich verbessern. Die CDU kommt demnach auf 41 bis 43 Prozent der Stimmen (2017: 32,0). Die Sozialdemokraten mit Spitzenkandidat Thomas Losse-Müller erzielen mit 15,5 bis 16 Prozent (2017: 27,3) ein historisch schlechtes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Die Grünen mit ihrer Spitzenkandidatin Monika Heinold erreichen 17 bis 19,5 Prozent (2017: 12,9) und die FDP 7 Prozent (2017: 11,5). Die AfD muss mit 4,5 bis 4,9 Prozent um den Wiedereinzug in den Landtag bangen (2017: 5,9). Die Linke verfehlt den Einzug ins Parlament in Kiel erneut klar.

Die Grünen haben sich mit ihrer Spitzenkandidatin Monika Heinold Platz zwei erkämpft

Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) kommt auf 6 Prozent (2017: 3,3). Er ist als Partei der dänischen Minderheit von der Fünf-Prozent-Klausel befreit. Regierungschef Günther, der bisher ein sogenanntes Jamaika-Bündnis mit Grünen und FDP anführt, kann damit weiterregieren – in welcher Konstellation ist noch offen. Rund 2,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger waren in Schleswig-Holstein aufgerufen, über die Zusammensetzung des Parlaments zu entscheiden.

Hohe Energie- und Spritpreise im Wahlkampf ein Thema

Im Norden ist seit über zwei Jahrzehnten der politische Wechsel die Regel. Im Jahr 2000 wurde letztmals mit einer Landtagswahl die bis dato amtierende Koalition bestätigt, damals Rot-Grün. Nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges spielten im Wahlkampf die hohen Energie- und Spritpreise samt Forderungen nach weiteren Entlastungen eine wichtige Rolle. Der Ausbau erneuerbarer Energien, speziell der Windkraft auf dem Land, gehörte ebenfalls zu den wichtigsten Themen.

Die Sozialdemokraten mit ihrem Spitzenmann Thomas Losse-Müller müssen herbe Verluste ertragen

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