Sie hatten ein seltsames Gefühl der Unzufriedenheit. Natürlich hatten die Spieler des VfB Stuttgart am vorletzten Bundesliga-Spieltag einen Punkt beim FC Bayern München erkämpft und auch erspielt. Aber eigentlich wäre auch ein Sieg drin gewesen. „Ich glaube auch, wenn man die zweite Halbzeit anschaut, dürfen wir eher unzufrieden sein mit dem 2:2“, sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat, als die Bayern nach dem Abpfiff schon die Feierlichkeiten rund um die Übergabe der Meisterschale begonnen hatten.

Mit diesem Punktgewinn haben sich die Schwaben im Abstiegskampf die Möglichkeit erhalten, am 34. und letzten Spieltag noch auf den 15 Tabellenplatz vorzurücken, der den direkten Klassenerhalt bedeuten würde. Derzeit belegen sie noch Relegationsplatz 16. Aber mit einem Sieg gegen den 1.FC Köln und einer gleichzeitigen Niederlage von Hertha BSC bei Borussia Dortmund würden die Stuttgarter an der Hertha aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses noch in letzter Sekunde  vorbeiziehen. „Wir haben vielleicht die Möglichkeit, mit drei Punkten nächste Woche Hertha unter Druck zu setzen“, sagte Mislintat. 

Vielzahl von Tormöglichkeiten

Es war wieder einmal ein erfrischender, mutiger Auftritt der Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo. So, wie es sich die Stuttgarter vor Saisonbeginn vorgenommen hatten. Sie halten an ihrem Stil fest, bleiben sich treu, auch wenn sie dieser Weg in den Abgrund führen könnte. Und schon häufig in dieser Saison hatten sie sich – zumindest gefühlt – auf dem richtigen Weg befunden, allerdings oft ohne den nötigen ertrag, weil es an der konsequenten Chancenverwertung haperte. Auch gegen die Bayern erarbeitete sich das Team eine Vielzahl von Tormöglichkeiten. Aber ein Sieg sprang wieder nicht dabei heraus. 

Eine Problematik, die sich bereit durch die gesamte Saison zieht und die das junge Team schon viele Punkte gekostet hat, die es eigentlich dringend für den Klassenerhalt benötigen würde. Dennoch: „Ich bin sehr zufrieden mit dem…