Das Wichtigste in Kürze

Kinder, Frauen und ältere Menschen verlassen belagertes Stahlwerk in Mariupol Weltsicherheitsrat einigt sich auf Ukraine-Erklärung Explosionen in Transnistrien USA geben weitere Militärhilfen frei Italien blockt russische Luxus-Yacht

Aus dem von russischen Truppen belagerten Werk des Konzerns Asow-Stahl in Mariupol sind alle Kinder, Frauen und älteren Menschen in Sicherheit gebracht worden. Das teilte die stellvertretende Regierungschefin Iryna Wereschtschuk mit. Eine Zahl nannte sie nicht. Zuletzt war von etwa 200 Zivilisten die Rede gewesen, die sich in dem Industriekomplex in der Hafenstadt Mariupol noch aufhielten.  

„Komplett zerstört“

Nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist Mariupol „komplett zerstört“. Er betonte, die Ukraine arbeite an einer diplomatischen Lösung, um die Verteidiger zu retten, die noch im belagerten Stahlwerk ausharren. Es ist die letzte Bastion der ukrainischen Streitkräfte in der Hafenstadt. Einflussreiche Vermittler und Staaten seien in die Bemühungen involviert, sagt Selenskyj in seiner nächtlichen Videobotschaft. Details nannte er nicht.

Immer wieder steigt Rauch über dem Stahlwerk auf

In den vergangenen Tagen war es nach ukrainischen Angaben im Zuge von UN-geführten Einsätzen gelungen, fast 500 Zivilisten aus der Stadt und aus dem Stahlwerk zu evakuieren. Russland hatte am Mittwoch eine dreitägige Feuerpause für Evakuierungseinsätze angekündigt.

UN-Sicherheitsrat mit gemeinsamer Stellungnahme

Der UN-Sicherheitsrat hat sich mehr als zwei Monate nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine erstmals auf eine gemeinsame Stellungnahme geeinigt. Das mächtigste UN-Gremium erklärte einstimmig – also auch mit Zustimmung von Aggressor Russland -, man sei „zutiefst besorgt“ über den Konflikt in der Ukraine. Gleichzeitig begrüßte der Sicherheitsrat die Vermittlungsbemühungen von UN-Generalsekretär António Guterres.

Kommt Bewegung in die Diplomatie?

Die Einigung wird zwar…