Schleswig-Holstein
Landtagswahl: Parteien werben um Stimmen im Norden

CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther hofft auf einen Wahlsieg am Sonntag. Foto: Christian Charisius/dpa

© dpa-infocom GmbH

Siegesgewiss die einen, zwischen Bangen und Hoffen die anderen – kurz vor der Landtagswahl im Norden haben die Parteien nochmals um Wähler geworben. Einigkeit bestand vor allem bei einem Thema.

Zum Wahlkampfabschluss in Schleswig-Holstein haben die Parteien noch einmal im gesamten Land um Stimmen geworben. Dabei setzten Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), SPD-Spitzenkandidat Thomas Losse-Müller und die Frontfrau der Grünen, Finanzministerin Monika Heinold, hauptsächlich auf Straßenwahlkampf.

Günther war unter anderem im heimischen Eckernförde und in Gettorf unterwegs. Losse-Müller warb bereits am Samstagfrüh beim Verteilen von Flyern in Eckernförde für sich und seine Partei. Im dortigen Wahlkreis treten er und Günther auch als Direktkandidaten gegeneinander an.

Günther regiert seit 2017 mit einer Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP. Die jüngsten Umfragen sahen seine CDU mit 36 bis 38 Prozent klar vorn. Die SPD rangierte bei 18 bis 20, die Grünen bei 16 bis 18 Prozent. Es folgten die FDP mit 7 bis 9 Prozent sowie der Südschleswigsche Wählerverband SSW und die AfD mit jeweils 5 bis 6 Prozent. Die Linke, seit 2012 nicht mehr im Landtag vertreten, lag in den Umfragen deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Damit erscheint eine Mehrheit für eine Koalition aus CDU und Grünen möglich. Knapper, aber denkbar, wäre demnach auch ein Bündnis aus CDU und FDP. Eine von SPD oder Grünen geführte Koalition erscheint unwahrscheinlich.

Letzter Kampf um Stimmen

«Bei bester Stimmung an den Wahlkampfständen haben wir nochmal jede Gelegenheit genutzt, um für unseren Kurs zu werben», sagte…