Ein ägyptischer Armeesprecher hat militant-islamistische „Terroristen“ für den Überfall auf die Wasserpumpstation verantwortlich gemacht. Elf Soldaten wurden dabei getötet, fünf weitere verwundet. Die Attacke sei abgewehrt worden. Beide Seiten hätten sich Gefechte geliefert, erklärte der Sprecher. Ohne konkret zu werden fügte er hinzu, man habe die Angreifer in einem abgelegenen Gebiet der nördlichen Sinai-Halbinsel eingekreist.

Zwei Bewohner des Nordsinai erklärten, der Angriff habe sich in der Stadt Qantara in der Provinz Ismailia ereignet. Die Soldaten hätten die Pumpanlage bewacht, als sie überfallen worden seien.

IS-Ableger ist aktiv

In den vergangenen Jahren hat es auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel immer wieder Anschläge auf Sicherheitskräfte gegeben. Dort ist ein lokaler Ableger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) aktiv. Ziel der Angriffe sind vor allem Pipelines, über die ägyptisches Öl und Gas in die Nachbarländer Israel und Jordanien transportiert wird. Erst in der vergangenen Woche sprengten Angreifer eine Erdgasleitung in der Stadt Nir al-Abd im Norden des Sinai in die Luft.

se/jj (ap, dpa, afp)