Einschätzung des Finanzministers
Christian Lindner rechnet nicht mit schnellem Kanzler-Besuch in Kiew

Bundeskanzler Olaf Scholz (l.) und Bundesfinanzminister Christian Lindner (r.) 

© Kay Nietfeld / dpa Pool / Picture Alliance

07.05.2022, 16:45
1 Min. Lesezeit

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat Bundeskanzler Scholz für den 9. Mai nach Kiew eingeladen. Christian Lindner geht jedoch nicht von einem schnellen Besuch des Kanzlers aus.

Nach der Einladung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach Kiew rechnet Bundesfinanzminister Christian Lindner nicht mit einem schnellen Besuch. Er habe größten Respekt vor einer solch spontanen Einladung, sagte der FDP-Chef der Deutschen Presse-Agentur am Samstag am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Kiel. Ein derartiger Besuch benötige aber Vorbereitung.

Christian Lindner: „Das entscheidet der Bundeskanzler selbst“

Er vermute, dass die Sicherheitsbehörden das so kurzfristig nicht realisieren können. Zur Frage, ob Scholz generell in die Ukraine reisen sollte, sagte Lindner: „Das entscheidet der Bundeskanzler selbst. Ich weiß, dass er seine Entscheidungen immer in unterschiedlicher Hinsicht sorgsam abwägt.“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Bundeskanzler für den 9. Mai nach Kiew eingeladen. Damit könne Scholz einen „sehr starken politischen Schritt“ unternehmen, hatte Selenskyj am Freitag bei einer Veranstaltung der Londoner Denkfabrik Chatham House gesagt. Am selbem Tag will Russland mit einer Militärparade den „Tag des Sieges“ feiern, an dem traditionell an den Sieg der sowjetischen Armee über das nationalsozialistische Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert wird.

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