Wahlen
Frankreichs Linke will Macron bei Parlamentswahl ausstechen

«Mélenchon Ministerpräsident»: LFI-Chef Jean-Luc Mélenchon will mit einem linken Bündnis Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei der anstehen Parlamentswahl herausfordern. Foto: Michel Spingler/AP/dpa

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Frankreichs liberaler Präsident Emmanuel Macron hat die Wiederwahl geschafft. Doch ohne Mehrheit im Parlament wird er es schwer haben, seine Politik umzusetzen. Geeint will das linke Lager ihm diese Mehrheit strittig machen. Doch das Bündnis begeistert nicht alle.

Mit geeinten Kräften will Frankreichs linkes Lager den wiedergewählten Präsidenten Emmanuel Macron bei der Parlamentswahl im Juni um eine Mehrheit im französischen Unterhaus bringen.

Nach den Grünen und den Kommunisten stimmten in der Nacht zu Freitag auch die Sozialisten einem Bündnis mit der Linkspartei LFI von Jean-Luc Mélenchon zu. Am Samstag wollen die Parteien gemeinsam in den Wahlkampf starten. Der Zusammenschluss des zersplitterten Lagers ist historisch und könnte Macron gefährlich werden. Doch auch bei der Sozialistischen Partei gibt es Bedenken am Bündnis.

Linkes Bündnis Nouvelle Union Populaire Écologique et Sociale

Der Zusammenschluss zur Nouvelle Union Populaire Écologique et Sociale hat als klares Ziel, bei der Wahl die Mehrheit in der Nationalversammlung zu holen und damit die Macht des liberalen Staatschefs Macrons deutlich einzuschränken. Sollte das Bündnis die Parlamentsmehrheit holen, wäre Macron faktisch gezwungen, einen Premier aus ihren Reihen zu ernennen. Laut den Abmachungen solle dies dann Mélenchon werden. Seine Vorhaben könnte Macron bei einer solchen «Kohabitation» dann nicht mehr so einfach umsetzen.

Wie wahrscheinlich ein Sieg der Linken ist, ist noch schwer abzuschätzen. Zwar hat Macron aktuell mit anderen Mitte-Parteien eine stabile Mehrheit und…