Das Wichtigste in Kürze:

– Lambrecht: Deutschland liefert Ukraine Panzerhaubitze 2000

– Selenskyj fordert Marshall-Plan für die Ukraine

– Ukraine-Unterstützer können virtuelle Waffen kaufen

– Pentagon: Russische Truppen ziehen sich aus Mariupol zurück

– Medien: US-Geheimdienstinfos halfen bei Versenkung der „Moskwa“

Lange zierte sich die Bundesregierung, der Ukraine zur Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg schwere Waffen zu liefern. Nun soll Kiew aus Deutschland ein modernes Artilleriesystem bekommen. Wie Verteidigungsministerin Christine Lambrecht in Sliac in der Slowakei mitteilte, soll die Ukraine sieben Panzerhaubitzen 2000 erhalten. Diese stammten aus einer laufenden Instandsetzung und würden damit der Bundeswehr nicht unmittelbar fehlen. Zu den Haubitzen solle eine Ausbildung angeboten werden. Die SPD-Politikerin besuchte in dem an die Ukraine grenzenden Land deutsche Soldaten, die mit dem Flugabwehrsystem Patriot zur Verstärkung an die NATO-Ostflanke verlegt wurden.

Die Panzerhaubitze ist ein schweres Artilleriesystem mit einer Kanone auf einem Kettenfahrzeug – und ähnelt damit einem Panzer. Mit Standardmunition erreicht die Panzerhaubitze Schussentfernungen von 30 Kilometern, mit reichweitengesteigerter Munition sind 40 Kilometer möglich, wie die Bundeswehr schreibt. Die Geschützbesatzung kann demnach bis zu sechs Granaten so abfeuern, dass diese gleichzeitig einschlagen. Die Panzerhaubitze 2000 sei eines der modernsten Artilleriegeschütze weltweit, schreibt die Bundeswehr. „Ihre Stärke liegt in ihrer Präzision und in ihrer großen Kampfentfernung.“

Laut Bundeswehr ist die Panzerhaubitze 2000 eines der modernsten Artilleriegeschütze weltweit

Aus Militärkreisen waren auch Bedenken gegen eine Übergabe des Waffensystems aus eigenen Beständen geäußert worden. Angeführt wurden Bündnisverpflichtungen und Einschränkungen der eigenen Kampffähigkeit. Befürworter einer Lieferung verwiesen darauf, dass in der Ukraine über die künftige…