Preise
Bei Energiekosten drohen weitere Anstiege

Die höheren Preise kommen durch die langfristigen Beschaffungsstrategien der Versorger nur verzögert bei Verbrauchern an. Foto: Uli Deck/dpa

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Strom und Gas könnten in den kommenden Monaten weiter teurer werden, beim Heizöl ist kein Abschwung in Sicht und Benzin legte zuletzt ebenfalls wieder zu. Das macht vieles teurer – auch zum Muttertag.

Energie droht für die deutschen Haushalte noch teurer zu werden. Treiber sind massive Steigerungen bei den Großhandelspreisen, wie aus einer Analyse des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervorgeht.

Die höheren Preise kämen durch die langfristigen Beschaffungsstrategien der Energieversorger zwar «nur mit Verzögerung bei den Kundinnen und Kunden an», sagte BDEW-Chefin Kerstin Andreae. Doch je länger das Preisniveau hoch bleibe, desto mehr würden sich die Großhandelspreise «in den Tarifen niederschlagen und diese auch auf längere Sicht beeinflussen».

Großhandelspreise stark gestiegen

Seit Beginn des vergangenen Jahres hätten sich die Großhandelspreise für Strom vervierfacht, die für Gas fast verfünffacht, hieß es vom BDEW. Für Privatkunden ist die durchschnittliche Kilowattstunde Strom im bisherigen Jahresmittel dagegen nur um 15,5 Prozent teurer geworden und kostete laut BDEW 37,14 Cent. Der Preis für Gas hat sich für Privatkunden dagegen in etwa verdoppelt.

Bei kleinen und mittleren Industriekunden ist der Anstieg bei den Strompreisen deutlich höher und beträgt fast 50 Prozent auf durchschnittlich 31,36 Cent im bisherigen Jahresmittel bei Neuabschlüssen. Zu Gaspreisen für Industriekunden legte der BDEW keine Zahlen vor.

Auch bei anderen Energieträgern ist kaum Besserung in Sicht: Bei den Spritpreisen ist die Entspannung nach den Rekorden des…