Rüstung
Panzerhaubitze 2000 – Kiew bekommt eines der modernsten und gefährlichsten Artilleriesysteme der Welt

Die Haubitze kann auch im direkten Schuß eingesetzt werden.

© Bundeswehr/Marco Dorow / PR

06.05.2022, 10:09
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Ganz oben auf dem Wunschzettel der Ukraine steht die Panzerhaubitze 2000. Zu Recht, die Waffe ist sehr leistungsfähig und die Rolle der Artillerie ist heute wieder kriegsentscheidend. Nun wird sie geliefert.

Der Namenszusatz „2000“ versprüht im zivilen Leben einen Hauch von Retro, bei der Bundeswehr ist das Siegel „22 Jahre alt“ gleichbedeutend mit „brandneu“. Die Panzerhaubitze 2000 ist eines der modernsten und tödlichsten Geschütze der Welt, sie steht ganz oben auf der Kiewer Wunschliste. Die Bundesregierung hat sich lange geziert, Modelle aus dem Bestand der Bundeswehr zu liefern. Die Ukraine hat die Haubitze zuerst aus den Niederlanden bekommen, nun schließt sich Deutschland an.

Was ist eigentlich eine Panzerhaubitze? Dabei handelt es sich um ein Artilleriegeschütz, das auf eine Panzerwanne mit Kettenantrieb aufbaut. Im Zweiten Weltkrieg wurden die ersten Modelle eingesetzt. Sie wurden notwendig, damit schwere und weitreichende Artillerie den motorisierten Verbänden und den Panzereinheiten folgen konnte. Damals wurden viele Geschütze noch von Pferden gezogen, und sie konnten bei dem schnellen Tempo kaum mithalten. Wurde das Geschütz von einem schweren Schlepper – damals in Deutschland meist Halbkettenfahrzeuge – gezogen, waren Kosten und Aufwand für Zugfahrzeug und Geschütz unwesentlich geringer als für eine selbstfahrende Kanone.

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Fotostrecke Panzerhaubitze 2000, der Koloss mit Verlegenheitsnamen – 8 Bilder

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22.04.2022

Weiterer Vorteil der Panzerhaubitze. Sie kann sehr schnell aus der Bewegung zum Feuern kommen und nach dem Schuss ebenso schnell…