Sehen Sie im Video: Sanitäter schickt flammenden Appell aus dem Azovstal Stahlwerk von Mariupol.

Hasan, Sanitäter im Azov-Regiment, sagt: „Herr Erdogan, ich weiß nicht mehr, den wievielten Kriegstag wir schreiben. Aber die Menschen sterben, manche an ihren Verletzungen, manche an Hunger. Sie sterben unter Qualen, weil es keine Medikamente gibt. Ich weiß nicht, ob es für mich ein „Morgen“ gibt. Ich bin Krimtartare, ein Muslim. Vor der Invasion habe ich eine medizinische Ausbildung absolviert. Jetzt leiste ich den Verwundeten in Azovstal medizinische Hilfe. Bis zum Krieg war ich nie mit dem Tod konfrontiert. Ich habe als Sanitäter gearbeitet. Es tut weh, zu sehen, wie Menschen in deinen Armen sterben, nur weil es nicht genug Antibiotika gibt, wir schreiben 2022. Wir stehen unter ständigem Beschuss aus der Luft, vom Meer und vom Land aus. Mein Traum ist es, alle Menschen vom Azovstal zu evakuieren, auch die Soldaten. Um diesen Horror zu beenden. Nur 160 Kilometer von Ihnen entfernt, auf der anderen Seite des Meeres, werden Menschen getötet, Menschen, deren einziges Ziel es ist, ihr Land zu verteidigen. Frauen und Kinder. Wir haben niemanden angegriffen. Sie selbst wissen aus Ihrer Geschichte, wie es sich anfühlt, wenn jemand Ihr Land einnehmen und die Menschen töten will. Die Türkei und die Ukraine haben immer enge Beziehungen unterhalten und sich gegenseitig unterstützt. Sie und Ihr Land sind ein wichtiger Akteur im politischen Leben unserer Region. Wir wissen nicht, an wen wir sonst noch schreiben oder uns wenden können. Deshalb appelliere ich an Sie. Ich glaube fest daran, dass Sie uns nicht allein lassen und uns helfen werden.“