Rund 24 Stunden dauerte der Rückflug an Bord der Raumfähre „Endurance“ für Maurer und seine drei Begleiter, die US-Astronauten Kayla Barron, Raja Chari und Thomas Marshburn. In der Nach zum Freitag (Ortszeit) wasserte die Crew-Dragon-Kapsel des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX im Golf von Mexiko. In einem Livestream der US-Raumfahrtbehörde   NASA war zu sehen, wie sie gebremst von vier Fallschirmen ins Meer fiel. 

Ein Kran hievte die „Endurance“ später aus dem Wasser auf ein Schiff. Anschließend wurden Maurer und seine US-Kollegen auf  Tragen aus der Luke geholt. Muskulatur und Gleichgewichtsorgan sind nach der 177 Tage langen Mission in der Schwerelosigkeit noch geschwächt. In schwarz-weiße Raumanzüge gekleidet, winkte das Quartett in die Kameras. Zunächst sollte ein erster kurzer Medizincheck durch einen Flugarzt erfolgen. „Welcome home“, schrieb Europas Raumfahrtchef Josef Aschbacher bei Twitter.

Am Donnerstag hatten die vier Astronauten von der Internationalen Raumstation ISS abgedockt. Maurer war im November vergangenen Jahres als Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation ESA zur ISS aufgebrochen.

Neuartige Betonmischungen getestet

Gemeinsam mit Chari, Marshburn und Barron forschte Maurer während der Mission mit dem Namen „Cosmic Kiss“ in den Bereichen Physik, Biologie, Medizin und künstlicher Intelligenz und erprobte dabei neue Technologien. In 400 Kilometern Höhe experimentierte er etwa mit Wasser in der Schwerelosigkeit, neuartigen Betonmischungen für nachhaltiges Bauen auf der Erde und aus Hautzellen hergestellten Biopflastern.

Mauer sei an mehr als 100 Experimenten beteiligt gewesen, davon 34 aus Deutschland, sagte Vorstandschefin Anke Kaysser-Pyzalla vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Die Resultate werden dazu beitragen, dass wir irdische Probleme unter anderem in der Biologie, Medizin und Materialwissenschaft noch besser verstehen können.“ Volker Schmid, Manager der Maurer-Mission beim DLR, sprach von einem…