Corona-Pandemie
«Beergate»: Polizei ermittelt gegen Labour-Chef Keir Starmer

Die Kommunalwahlen liefen gut für Labour-Chef Keir Starmer. Wären da nur nicht die Vorwürfe wegen Missachtung der Corona-Maßnahmen. Foto: Danny Lawson/PA Wire/dpa

© dpa-infocom GmbH

Wie genau velief dieser Abend im April vergangenen Jahres? Es seinen keine Regeln während des Lockdowns gebrochen worden, sagte ein Labour-Sprecher. Die Polizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen.

Nach «Partygate» kommt «Beergate»: Wegen einer geselligen Runde zu Lockdown-Zeiten muss sich nun auch Oppositionsführer Keir Starmer Ermittlungen der Polizei stellen.

Die Polizei der Grafschaft Durham, wo Starmer mit einem Team im vergangenen Jahr auf Wahlkampftour war, teilte mit, «bedeutsame neue Informationen» erhalten zu haben und daher nun doch zu ermitteln, ob damals Lockdown-Regeln gebrochen worden seien. Zuvor hatte die Behörde Ermittlungen nicht für notwendig erachtet.

Konkret geht es um einen Abend im April vergangenen Jahres, als Restaurants noch weitgehend geschlossen hatten und strenge Kontaktbeschränkungen galten – mit Ausnahmen für Arbeitstreffen.

War es ein Arbeitstreffen?

Aufnahmen der geselligen Runde in einem Labour-Büro in Durham tauchten in diversen Medien auf, insbesondere die konservative «Daily Mail» brachte tagelang umfangreiche Stücke zu dem so betitelten «Beergate»-Vorfall. In einem hieß es, es sei für 30 Menschen Essen bestellt worden.

Ein Sprecher der Partei teilte mit, man sei natürlich bereit, Fragen zu beantworten. «Wir bleiben aber dabei, dass keine Regeln gebrochen wurden.» Keir Starmer, der dies zuvor ebenfalls häufiger betont hatte, wollte zunächst keine Reporterfragen dazu beantworten. Seine Erklärung lautete zuvor, er habe mit seinem Wahlkampf-Team im Büro Curry bestellt, während der Arbeit…