Ukraine-Krieg
Nach „ausgeräumten Irritationen“: Selenskyj lädt Steinmeier und Scholz in die Ukraine ein

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

© Uncredited/Pressebüro des ukrainischen Präsidenten via AP / DPA

05.05.2022, 15:07
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Nun also doch: Nachdem Bundespräsident Steinmeier in der Ukraine zunächst nicht erwünscht war, hat Präsident Selenskyj seine Meinung offenbar geändert. Er sprach sowohl dem Bundespräsidenten als auch Kanzler Scholz Einladungen aus.

Deutschland und die Ukraine wollen die Verstimmung über die Ausladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hinter sich lassen. In einem Telefonat lud der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Bundespräsidenten, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sowie die gesamte Bundesregierung zu Besuchen in die Ukraine ein, wie am Donnerstag aus dem Präsidialamt in Berlin verlautete. Bei dem Telefonat der beiden Präsidenten seien „Irritationen aus der Vergangenheit ausgeräumt“ worden, hieß es.

Beide Präsidenten bezeichneten das Telefonat demnach als „sehr wichtig und sehr gut“. Das Telefonat erfolgte drei Wochen nach Steinmeiers Ausladung durch die Ukraine. Die Ausladung war seitens der Bundesregierung als Eklat und als Brüskierung des deutschen Staatsoberhaupts gewertet worden.

Selenskyj und Steinmeier wollen „in engem Kontakt“ bleiben

Den Angaben zufolge hatte Steinmeier bereits am 8. April den Wunsch nach einem Telefonat mit Selenskyj an die Ukraine übermitteln lassen. Ein für 11. April angesetztes Telefonat sei dann aber abgesagt worden, auch weitere Termine seien von ukrainischer Seite verschoben worden.

Das rund 45-minütige Telefonat am Donnerstagmittag sei in freundlichem Ton verlaufen, hieß es in Berlin. Von ukrainischer Seite sei keine Kritik an der Russland-Politik vorgebracht worden, die Steinmeier in seiner früheren…