Das Wichtigste in Kürze: 

Ukraine meldet Beschuss trotz Waffenruhe in Mariupol Selenskyj: Fast 1000 russische Raketen gegen Ukrainer eingesetzt In Kaliningrad simulieren russische Soldaten einen Atomangriff Bundesregierung will sieben Panzerhaubitzen liefern Internationale Geberkonferenz in Warschau  

 

Trotz einer von Russland angekündigten Feuerpause dauern die Kämpfe um das Asow-Stahlwerk in Mariupol nach ukrainischen Angaben weiter an. Russland versuche, die letzten verbliebenen ukrainischen Verteidiger auf dem Fabrikgelände zu „vernichten“, erklärte die ukrainische Armee. Der Kreml beteuerte hingegen, die Feuerpause werde eingehalten.

Moskau hatte am Mittwochabend eine begrenzte Waffenruhe zur Evakuierung von Zivilisten aus dem Stahlwerk in der südukrainischen Hafenstadt angekündigt. Die russischen Streitkräfte wollten demnach am Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils von 7.00 bis 17.00 Uhr (MESZ) Fluchtkorridore für Zivilisten aus dem Industriekomplex öffnen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte in seiner täglichen Videoansprache zugesichert, die eigene Armee werde die Waffenruhe einhalten.

Der Kommandeur des ukrainischen Asow-Regiments, Denys Prokopenko, hatte in einem am Mittwochabend auf Telegram veröffentlichten Video erklärt, russische Soldaten seien in das Stahlwerk eingedrungen und lieferten sich „heftige und blutige Gefechte“ mit den ukrainischen Streitkräften.

Mariupol ist nach wochenlanger russischer Belagerung und vielfachen Angriffen weitgehend zerstört. Das Stahlwerk ist der letzte Rückzugsort ukrainischer Soldaten in der strategisch wichtigen Stadt. Nach Angaben des Bürgermeisters von Mariupol, Wadym Boitschenko, sitzen noch 200 Zivilisten in ausgedehnten Tunnelanlagen auf dem Werksgelände fest.

Selenskyj spricht zum dänischen Volk

Der ukrainische Präsident hat das dänische Volk an das Ende der Besatzung durch Nazideutschland erinnert. Die Nazis hätten damals verloren und die Freiheit habe gewonnen,…