Mehr als 450 Flüchtlinge hat die Polizei in Bangladesch bei ihrer Razzia festgenommen. Rohingya-Flüchtlingen sei es grundsätzlich nicht erlaubt, ihre Lager zu verlassen, erklärte ein Polizeisprecher zur Begründung. Nach Darstellung der Polizei sei mit der Festnahme der vorwiegend minderjährigen Flüchtlinge die Sicherheit der Besucher am Strand im Südosten des Landes sichergestellt worden. Die Flüchtlinge würden wieder in ihre Lager geschickt.

„Wir haben nichts Falsches getan“

Die Region ist ein beliebtes Reiseziel und zieht während Feiertagen wie dem Eid-al-Fitr-Fest Millionen Touristen an. Einer der Festgenommenen, Mohammad Ibrahim, sagte, er sei nur zum Vergnügen an den Strand gegangen. „Aber sobald wir ankamen, wurden wir von der Polizei festgenommen. Wir haben nichts Falsches getan, wir saßen nur am Strand.“

Diskriminierung als Lebensalltag

Die Rohingya leben in den dutzenden Flüchtlingscamps in Cox’s Bazar unter prekären Verhältnissen. Sie erfahren vielfach Diskriminierung, zum Beispiel dürfen sie nicht offiziell arbeiten.

Die vergessene Katastrophe der Rohingya

Von der Welt vergessen?

Hinter ihnen liegt eine gefährliche Reise durch die Andamanen-See: Aus Myanmar geflüchtete Rohingya verlassen an einem indonesischen Strand ihr Boot. Am Dienstag riefen die UN dazu auf, das Schicksal der Rohingya nicht zu vergessen – und zu spenden. Mehr als 880 Milliarden Dollar brauchen die Vereinten Nationen, um die humanitäre Hilfe für 1,4 Millionen Geflüchtete zu finanzieren.

Die vergessene Katastrophe der Rohingya

Fürs Leben gezeichnet

Eine nach Bangladesch geflüchtete Mutter hält ihr von Narben übersätes Kleinkind im Arm. In ihrer Heimat Myanmar werden Angehörige der Rohingya brutal verfolgt: Das Militär soll 2017 Tausende Menschen ermordet, Frauen und Kinder vergewaltigt, Dörfer dem Erdboden gleichgemacht und Menschen in ihren Häusern verbrannt haben.

Die vergessene Katastrophe der Rohingya

Exodus eines Volkes

Mehr als 700.000…