Rücktritt als Sportdirektor
„Ich möchte mit Euch nichts zu tun haben“: Eberls bemerkenswerter Seitenhieb auf die Medien

Max Eberl: „Ich werde wie Hape Kerkeling einfach mal weg sein“

von Tim Schulze
28.01.2022, 20:58 Uhr

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hat in einer tränenreichen Pressekonferenz seinen Rückzug ins Private begründet. Einen bemerkenswerten Satz richtet er an die Medien, der in seiner schroffen Art verständlich war. Ändern wird sich dadurch nichts.

Was für eine außergewöhnliche Pressekonferenz. Da sitzt einer der erfolgreichsten und beliebtesten Manager des deutschen Fußballs auf dem Podium und kämpft mit den Tränen. Rolf Königs, Präsident von Borussia Mönchengladbach, und Rainer Bonhof, Vizepräsident, die daneben sitzen, wirken betroffen, und auch ein wenig überfordert mit der Situation. „Es ist kein schöner Tag, es ist ein blöder Tag“ leitet Königs sein Statement ein, als er an der Reihe ist. Geschäftsführer Stephan Schipper bringt seinen Redebeitrag recht nüchtern über die Bühne.

Davor und danach aber redet Erberl. Er könne einfach nicht mehr, gesteht er. Er sei vollkommen ausgebrannt: „Ich will einfach raus“ ist einer dieser prägnanten Sätze, mit denen der 48-Jährige seine Seele öffnet und begründet, warum er sich von seinem Herzensverein und dem Fußball verabschiedet: „Ich werde wie Hape Kerkeling einfach mal weg sein.“ Eberl war eine der prägendsten und intelligentesten Figuren im deutschen Fußball der vergangenen Jahre. Das beweist er, diesmal auf andere Art, in diesem bemerkenswerten Moment erneut.

Lesen Sie hier den Kommentar meines Kollegen Phil Göbel.

Andere Gründe wiegen wohl schwerer

Eberl sagt auch einen Satz, der etwas untergeht an diesem frühen Freitagnachmittag und auf den die anwesenden Journalisten in fast schon bemerkenswerter Weise nicht eingehen. Direkt an…