Konjunktur
Deutsche Wirtschaft schrumpft zum Jahresende 2021

Das Bundesinlandsprodukt ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts zum Ende des vergangenen Jahres um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gesunken. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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Die Corona-Krise hat die deutsche Wirtschaft weiter im Griff. Die Konjunkturerholung erhält Ende vergangenen Jahres einen deutlichen Dämpfer. Auch die nächsten Monaten dürften nicht einfach werden.

Die vierte Corona-Welle hat die deutsche Wirtschaft zum Ende des vergangenen Jahres ausgebremst.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im vierten Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mitteilte. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019, dem Vierteljahr vor Beginn der Corona-Krise, lag das BIP um 1,5 Prozent niedriger.

Die Verschärfung der Einschränkungen gegen die sich wieder stärker ausbreitende Pandemie belastete insbesondere den Einzelhandel und das Gastgewerbe. Der private Konsum nahm im vierten Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal ab.

Zugleich treffen Engpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten wie Halbleitern die Industrie. Die Auftragsbücher vieler Unternehmen sind zwar gut gefüllt, können wegen Materialmangels aber oft nicht in dem gewohnten Tempo abgearbeitet werden.

Erholung erst im Frühjahr?

Die kommenden Monate dürften angesichts der um sich greifenden Omikron-Variante des Corona-Virus ebenfalls nicht einfach werden. Ökonomen gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung auch im ersten Quartal 2022 schrumpfen könnte und die Konjunktur erst im Frühjahr wieder richtig anspringen wird.

Die Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen hellte sich zuletzt aber etwas auf. Das Ifo-Geschäftsklima,…