Sehen Sie im Video: „Mehr als 1000 Wale“ – Video von Meeresgiganten macht Hoffnung.

Es sind Aufnahmen, die Hoffnung machen: Finnwale tummeln sich im Wasser – soweit das Auge reicht. Der Zoologe und Fotograf Conor Ryan machte diese Aufnahmen vor den Südlichen Orkneyinseln im Südpazifik. Seinen Angaben zufolge tummeln sich im Wasser mehr als 1000 Finnwale – und zwischen ihnen auch noch einige Buckel- und Blauwale. Das Wasser im Südpazifik ist reich an Krill – der Hauptnahrungsquelle der Tiere. Die Schwärme könnten die Giganten angelockt haben, vermutet Ryan. Die Wale treiben die Krebstiere zunächst zusammen. Dann sieben sie sie mit ihren Barten aus dem Wasser. Normalerweise leben die Wale in kleinen Familien von sechs bis zehn Tieren zusammen. Im Frühling ziehen sie von wärmeren Gewässern in ihre Futtergründe im Südpazifik. Wenn sie auf Wanderung sind, sind sie manchmal auch in Gruppen von bis zu 300 Tieren zu sehen. Eine so große Ansammlung von rund 1000 Tieren ist jedoch außergewöhnlich. Der britische Journalist Philip Hoare hat mehrere Bücher über Wale geschrieben. Im Guardian vermutet er, dass der Rückgang des Walfangs etwas mit der großen Ansammlung der Tiere zu tun haben könnte. „Es könnte sein, dass unsere Annahme, dass Finnwale keine ’sozialen‘ Tiere seien, dadurch beeinflusst wurde, dass sie ihr Verhalten angepasst haben, um Walfängern zu entkommen. So etwas taten Pottwalen im 19. Jahrhundert. Forscher vermuten, dass auch Bartenwale sich dieses Verhalten angewöhnt haben könnten, um den Walfängern einen Schritt voraus zu sein.“ Ob das der tatsächliche Grund ist? Ryans Aufnahmen haben weltweit für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Der Fotograf machte sie als er auf der National Geographic Endurance war – einem Kreuzfahrtschiff, das Expeditionen in die Antarktis macht. „Es gab ein riesiges Interesse an den Aufnahmen und Bildern – Forscher haben uns kontaktiert, um mehr zu erfahren und um an einem Bericht über diese Entdeckung…