Geldpolitik
US-Notenbank Fed berät über bevorstehende Zinserhöhungen

Die US-Notenbank hat ihre Kehrtwende hin zu einer strafferen Geldpolitik bereits eingeleitet. Foto: Ting Shen/XinHua/dpa

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Die hohe Inflationsrate macht der US-Notenbank Sorgen. Die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt brummen. Deshalb strafft die Zentralbank nun die geldpolitischen Zügel. Die Frage ist: wie schnell und wie stark?

Die US-Notenbank berät angesichts der hohen Inflationsrate und des soliden Wirtschaftswachstums über die Straffung ihrer Geldpolitik.

Experten rechnen nach der Sitzung des Zentralbankrats mit einem klaren Signal der Federal Reserve (Fed) für eine Anhebung des Leitzinses im März. Es wäre die erste Zinserhöhung in der weltgrößten Volkswirtschaft seit Beginn der Pandemie. Der Leitzins liegt derzeit in der extrem niedrigen Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent.

Die Fed hat ihre Kehrtwende weg von den Hilfsprogrammen gegen die Corona-Krise und hin zu einer strafferen Geldpolitik bereits eingeleitet. Monatliche Wertpapierkäufe von bis zu 120 Milliarden US-Dollar (rund 106 Mrd Euro), um Finanzmärkten Liquidität zu verschaffen und die Konjunktur zu stützen, sollen nach einer Drosselung im März auslaufen.

Krisenprogramme sollen auslaufen

Damit wäre US-Notenbankchef Jerome Powell zufolge der Weg für eine erste Zinserhöhung im Grundsatz frei. Mitte Januar hatte Powell erklärt, nach Abschluss der Anleihekäufe sei es Zeit, «den Leitzins im Lauf des Jahres zu erhöhen». Anschließend soll auch rasch die durch Krisenprogramme angeschwollene Bilanz der Fed abgebaut werden, was den Märkten weiter Liquidität entziehen würde.

Analysten rechnen nach der Sitzung des Zentralbankrats, dessen Beschlüsse Powell heute vor der Presse erläutert, mit einem Signal, ob die erste Zinserhöhung schon bei der…