Luftverkehr
Lufthansa greift mit Partner nach Nachfolgerin der Alitalia

Ein Airbus A320 der neuen italienischen Fluglinie Ita Airways auf dem Flughafen Fiumicino bei Rom. Foto: Roberto Monaldo/LaPresse via ZUMA Press/dpa

© dpa-infocom GmbH

Nach einer fast endlosen Serie von Pleiten und Rettungsversuchen bei der Vorgängerin Alitalia zeichnet sich eine Zukunft für Italiens Staats-Airline ITA ab. Mit an Bord ist der Lufthansa-Konzern.

Die Lufthansa nimmt mit einem starken Partner Kurs auf das langgehegte Ziel Italien.

Gemeinsam mit der großen Container- und Kreuzfahrtreederei MSC aus Genf strebt Europas umsatzstärkster Luftverkehrskonzern die mehrheitliche Übernahme der Alitalia-Nachfolgerin ITA Airways an, wie alle Beteiligten bestätigt haben.

Gesprochen werden muss vor allem mit dem italienischen Staat, der die ITA vollständig besitzt. Für die Übernahme-Verhandlungen haben sich MSC und Lufthansa eine Frist von 90 Arbeitstagen ausbedungen. Die Reederei MSC will laut ITA-Verwaltungsratspräsident Alfredo Altavilla die Mehrheit übernehmen.

Dass die kürzlich vom Staat gerettete Lufthansa erwägt, mit eigenem Kapital einzusteigen, wie der MDax-Konzern am Dienstag erklärte, ist eine Kehrtwende. Auch nach Rückzahlung der deutschen Staatshilfen hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr betont, man suche nur eine «kommerzielle Partnerschaft». Die Details sollen anhand der exakten ITA-Unternehmensdaten in den kommenden Wochen ausgehandelt werden. Klar ist, dass der italienische Staat als Minderheitsgesellschafter an Bord bleiben will.

Ordentlich herausgeputzt

Die seit Oktober 2020 am Himmel aktive ITA ist nach mehreren Pleiten und milliardenschweren Stützungen der Vorgängerin Alitalia ordentlich herausgeputzt worden. Nur noch 2800 von einstmals 11 000 durchaus streikfreudigen Beschäftigten sind…