Vorsitzender der Werte-Union
AfD will CDU-Politiker Otte als Bundespräsident – nun stellt ihm die CDU ein Ultimatum

Max Otte ist Chef der konservativen Werteunion. 

© Karlheinz Schindler / Picture Alliance

Die AfD hat den umstrittenen CDU-Politiker Max Otte als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten nominiert. Otte scheint nicht abgeneigt für die Partei ins Rennen zu gehen – das könnte für ihn den Ausschluss aus seiner Partei bedeuten.

Wird er antreten? Geht es nach der AfD, sollte der CDU-Politiker Max Otte für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren. Geht es nach der CDU, sollte der Vorsitzende der erzkonservativen Werte-Union das Angebot ausschlagen – und die Partei verlassen. 

Die CDU-Spitze hat Otte, Vorsitzender der erzkonservativen Werte-Union, nach dessen Nominierung durch die AfD zum Parteiaustritt aufgefordert. Wer so etwas als Christdemokrat überhaupt erwäge, „der verletzt die Werte der CDU und hat in unserer Partei nichts verloren“, sagte Generalsekretär Paul Ziemiak am Dienstag in Berlin. „Wir fordern auch ganz ausdrücklich Herrn Dr. Otte auf, die CDU zu verlassen.“

Die CDU-Spitze setzte Otte ein Ultimatum bis 17.30 Uhr, um zu erklären, ob er die Nominierung annehme. Um 18.00 Uhr werde der Bundesvorstand über das weitere Verfahren beraten, kündigte der neue Generalsekretär Mario Czaja an, der aber noch nicht im Amt ist.

Max Otte: Kandidatur mit CDU-Mitgliedschaft „völlig vereinbar“

Otte hatte eine Kandidatur als AfD-Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten nicht ausgeschlossen. „Die Kandidatur als Bundespräsident angetragen zu bekommen, ist eine der größten Ehren, die einem widerfahren kann“, sagte der Ökonom der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, ob er für die AfD antreten werde. „Das Amt bietet die Chance zu heilen, zu versöhnen, zu ermahnen. Ich berate mich mit meiner Familie…