Es gebe keine „Machtübernahme durch die Armee“ und die politischen Institutionen seien „derzeit“ nicht bedroht, versicherte die Regierung in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou. Zugleich rief sie die Bevölkerung auf, „Ruhe zu bewahren“.

In der Nähe der Privatresidenz von Präsident Roch Marc Christian Kaboré sei geschossen worden, sagten Anwohner am Sonntagabend. Zunächst seien heftige, später sporadische Schüsse zu hören gewesen.

Soldaten stellen Forderungen

Auch wurde über Gewehrfeuer in mehreren Kasernen des westafrikanischen Staates berichtet. Soldaten hätten damit eine bessere Ausrüstung sowie die Ablösung einiger führender Militärs erreichen wollen, hieß es.

„Wir wollen an den Kampf angepasste Mittel“, sagte ein Armeevertreter in einer Tonaufzeichnung, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Bei Gefechten mit Dschihadisten verletzte Soldaten müssten eine bessere Versorgung erhalten. Außerdem sollten die Familien getöteter Soldaten besser versorgt werden.

Staatschef Kaboré wird von Kritikern Handlungsunfähigkeit vorgeworfen (Archivfoto)

Trotz eines Verbots war es bereits am Samstag in Ouagadougou und anderen Städten zu Protesten gegen die Regierung gekommen, die in gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mündeten. Kaboré hatte daraufhin eine nächtliche Ausgangssperre erlassen. Burkina Faso gilt als eines der ärmsten Länder der Welt.

wa/ack (afp, dpa)