Waffenlieferungen an die Ukraine
Warum eine moderne Panzerfaust eine russische Invasion nicht stoppen könnte

Die Javelin ist ein mächtiger Panzerkiller – doch wird sie kaum zum Einsatz kommen können.

© Ukrainian Defense Ministry Press Service / dpa

von Gernot Kramper
22.01.2022, 10:51 Uhr

Westliche Staaten liefern Waffen an die Ukraine – vor allem Raketen gegen Panzer. Doch das wird nicht genug sein. Sollte es zu einer Invasion kommen, wäre das nicht die Neuauflage der Kämpfe von 2014/15. Putin könnte die Ukraine mit einem Eastern Storm besiegen, noch bevor sich ein Panzer in Bewegung setzt.

Marschiert Putin in die Ukraine ein oder nicht? Das weiß im Westen niemand so genau. Der russische Aufmarsch in den Grenzregionen ist gewaltig, aber für eine Besetzung des Nachbarn und einen Kampf mit der ukrainischen Armee eher zu klein. Derzeit liefern viele Staaten des Westens Waffen nach Kiew – mit Ausnahme Deutschlands. Im Mittelpunkt stehen dabei moderne Anti-Panzer-Raketen. Gerade die Javelin aus den USA erfährt eine fast mythische Überhöhung – so als wäre sie eine Wunderwaffe, die Putins Armee stoppen könnten.

Anti-Panzer-Rakete
FotostreckeJavelin FGM-148 – 6 Bilder

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Das Komplette System wiegt 22 Kiogramm

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Das kann weder die Javelin noch das vergleichbare System aus Großbritannien. Beide gehören zu den derzeit modernsten Panzerkillern der Welt, die Infanteristen einsetzen können. Aber was können sie bewirken?

Hier wird vor allem an die vergangenen Kämpfe in der Ostukraine gedacht, in der Artillerie und langsam vorrückende Panzer, als Schild und Schwert der Infanterie, das Gefechtsfeld dominierten (Analyse zur Ostukraine – hat der Westen den modernen Krieg komplett falsch verstanden?) Sicherlich könnten effektive Panzerabwehrraketen bei derartigen Kämpfen eine Rolle…