Nichts wäre schlimmer, als kurz vor dem Ziel erleben zu müssen, dass der große Traum doch noch zunichtegemacht wird. Viele Sportler, die ab dem 4. Februar an den Olympischen Winterspielen in Peking teilnehmen, haben sich jahrelang auf ihren olympischen Moment vorbereitet. Da wäre es fatal, wenn jetzt, in der Schlussphase der Vorbereitung, oder kurz bevor der Wettkampf in Peking losgeht, eine COVID-19-Infektion alles kaputt machen würde.

Anna Gasser: „Besonders vorsichtig sein“

„Ehrlich gesagt ist das meine größte Angst, vor allem angesichts der Pandemie, die gerade mit Omikron grassiert“, sagt die österreichische Snowboarderin Anna Gasser Mitte Januar bei den Laax Open in der Schweiz gegenüber der DW. Die 30-Jährige hofft, ihre Big-Air-Goldmedaille von Pyeongchang in Peking zu verteidigen und spekuliert außerdem auf eine Medaille im Slopestyle-Wettbewerb. Bevor Gasser jedoch nach China reist, nimmt sie am Weltcup teil und startet Ende Januar auch bei den X-Games in Aspen, Colorado. Gasser muss also nicht nur auf der Piste bestehen, sondern es auch schaffen, dem Virus zu entgehen und nicht positiv getestet zu werden.

„Meine größte Sorge ist, dass es mich kurz vor den Spielen erwischt und meinen Traum zerstört“, sagt Gasser, die in der Schweiz Zweite im Slopestyle der Frauen wurde. „Ich werde einfach versuchen, mich von den Leuten fernzuhalten und zwei Wochen vor den Spielen in China besonders vorsichtig zu sein.“

Snowboarderin Anna Gasser will in den letzten Tagen vor den Olympischen Spielen noch vorsichtiger sein

Positiver Test – was nun?

China hat sich verpflichtet, die Olympischen Spiele „COVID-frei“ zu gestalten, und das Handbuch für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spiegelt dies wider. Sie müssen ihre Körpertemperatur und andere Gesundheitsparameter 14 Tage lang kontrollieren und vor der Abreise zwei negative PCR-Tests beibringen. Zwei weitere negative PCR-Ergebnisse werden von den Athletinnen und Athleten verlangt, die sich in den 30 Tagen vor ihrem…