Kryptowährung
Russland überlegt, Kryptowährungen zu verbieten – Bitcoin-Kurs bricht ein

Der Preis des Bitcoin rutschte innerhalb eines Tages um 7 Prozent und erreicht damit das erste Jahrestief.

© Viktor Gladkov / Picture Alliance

von Christian Hensen
21.01.2022, 11:31 Uhr

Die Russische Zentralbank fordert in einem ausführlichen Bericht ein Verbot von Handel und Mining von Kryptowährungen. Der Kurs sämtlicher Coins, darunter Bitcoin, Ethereum und Cardano, sackte deutlich ab.

Schock für Krypto-Anleger: Die Russische Zentralbank schlägt der Regierung in einem aktuellen Bericht vor, den Handel mit Kryptowährungen und deren Abbau (Mining) landesweit zu verbieten. Das hat unterschiedliche Gründe. Zum einen gefährde das virtuelle Geld die „Finanzstabilität“ und diene als „Mittel zur Finanzierung krimineller Aktivitäten“, zum anderen schade die Erzeugung einiger Coins der „grünen Agenda Russlands und der Energieversorgung.“

Als Konsequenz fordert die Bank, sämtliche Geschäfte, die mit Kryptowährungen zusammenhängen, zu untersagen. Das beträfe den Kauf, den Handel, den Verkauf und sämtliche Dienstleistungen rund um Bitcoin und Co. Bereits zuvor hatte es in Russland öffentlichen Gegenwind für virtuelle Währungen gegeben. Russlands Zentralbank-Gouverneurin Elvira Nabiullina äußerte sich bereits mehrfach sehr kritisch zu diesem Thema.

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Kurs fällt auf vorläufiges Jahrestief

Der Kurs der Währungen sackte nach Veröffentlichung des Vorschlags ab, auch wenn bislang kein Verbot erfolgt ist. Ein Bitcoin kostet aktuell rund 39.000 US-Dollar. Der Preis hat sich seit dem Allzeithoch im November 2021 in Höhe von 68.789,63 US-Dollar mit einem Minus von 43 Prozent beinahe halbiert.