„Mit gebrochenen Herzen verkünden wir, dass der unvergleichliche Meat Loaf heute Nacht im Beisein seiner Frau Deborah, seiner Töchter und enger Freunde verstorben ist“, so heißt es auf der offiziellen Facebook-Seite des US-amerikanischen Sängers und Schauspielers Meat Loaf. 

Meat Loaf: Sein Spitzname wird zum Pseudonym

Geboren als Marvin Lee Aday 1947 in Dallas im US-Bundesstaat Texas, zog es ihn mit 20 in die kalifornische Metropole Los Angeles. Dort spielte er zunächst in lokalen Bands und bekam erste Rollen in Musicals. Mit dem Ensemble von „Hair“ schaffte er es schon bald an den Broadway.  

Meat Loaf wurde nur 74 Jahre alt

Sein erstes eigenes Album „Stoney and Meat Loaf“ aus dem Jahr 1971 trägt bereits Adays Künstlernamen, der übersetzt „Hackbraten“ bedeutet, im Titel. Dieser soll in der Kindheit des Sängers als Spitzname etabliert worden sein. Meat Loaf erzählte laut DPA die Geschichte hinter dem Namen einmal so: „Mein Vater nannte mich ‚Meat‘, weil ich als Baby so rot war. Auf der High-School wurde ich dann irgendwann von meiner Football-Mannschaft ‚Meat Loaf‘ genannt.“

Obwohl der spätere Künstlername anderes vermuten lässt, war Meat Loaf 15 Jahre lang Vegetarier, bevor er sich entschieden haben soll, doch Fleisch zu essen. 

Absturz nach Welterfolg

Später in den 70ern brachte er den ersten Teil seiner sehr erfolgreichen Album-Trilogie „Bat Out of Hell“ mit von Jim Steinman komponierten und geschriebenen Liedern heraus. Steinman und er hatten sich 1974 bei Proben zu dem Musical „More Than You Deserve“ kennengelernt und angefangen, an einem eigenen Werk zu schreiben. Das Ergebnis gehört noch heute zu den meistverkauften Alben weltweit und erreichte auch in Deutschland Platin-Status. 

Auf dem zweiten Album von 1993 findet sich seine berühmte Rockballade „I’d Do Anything for Love (But I Won’t Do That)“. Nach sechzehn Jahren konnte Meat Loaf damit an den einstigen Welterfolg…