Olympische Winterspiele in Peking
Manipulation von Coronatests? Deutsche Athleten befürchten Willkür in China

Zuletzt äußerte sich Snowboarderin und Medaillenhoffnung Ramona Hofmeister kritisch zum Thema Corona-Tests in Peking

© Sven Hoppe / DPA

Bei den Olympischen Winterspielen in Peking, die in zwei Wochen beginnen, müssen sich die Athleten auf die chinesischen Corona-Tests verlassen. Das sorgt für Unruhe, weil Manipulationen befürchtet werden.

Unter den deutschen Athleten ist zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele eine gewisse Nervosität zu spüren. Das liegt nicht nur an den strengen Corona-Regeln, dem abgeschotteten Aufenthalt in der Olympia-Blase oder der miserablen Menschenrechtslage in der kommunistischen Diktatur. Ebenso herrscht ein gewisses Misstrauen, was den Umgang Chinas mit PCR-Tests angeht. Zuletzt äußerte Snowboarderin Ramona Hofmeister solche Bedenken: „Wir können einfach aus dem Wettkampf genommen werden“, sagte sie: „Wenn wir durch einen vermeintlich positiven Test rausgezogen werden, sind wir aufgeschmissen und können nichts mehr machen.“

Die Sorge wegen möglicher Willkür durch die chinesischen Kontrolleure ist groß: „Da ist Manipulation Tür und Tor geöffnet. Du kannst jeden aus dem Verkehr ziehen, der dir irgendwie im Weg steht. Wir haben keinen Schutz für die Athleten und sind dort quasi einer Willkür ausgesetzt“ sagte DSV-Alpinchef Wolfgang Maier. Mehrmals bezog Maier in den vergangenen Tagen zum Thema Stellung. Was ist, wenn China Test-Ergebnisse fälscht, um eigenen Athleten durch Ausschaltung von Konkurrenten einen Vorteil zu verschaffen?

Chef de Mission hält Manipulation für unwahrscheinlich

Möglichkeiten zur Manipulation gibt es genug. Tests können fehlerhaft ausgeführt oder Proben vermischt werden,. Oder sie werden schlicht bei der Auswertung gefälscht. Denkbar sei das, sagte der…