Finanzen
Bundesbank über «Basel III»-Regeln und Mittelstandskredite

Blick auf die Skyline der Bankenstadt Frankfurt: Deutschlands Mittelständler müssen nach Berechnungen der Bundesbank keine deutliche Verteuerung von Krediten infolge der verschärften Kapitalvorschriften für Banken fürchten. Foto: Arne Dedert/dpa

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Nach Berechnungen der Bundesbank würden die neuen Kapitalvorschriften für Banken kleine und mittlere Betrieb kaum belasten.

Deutschlands Mittelständler müssen nach Berechnungen der Bundesbank keine deutliche Verteuerung von Krediten infolge der verschärften Kapitalvorschriften für Banken fürchten.

Die Bundesbank sehe die Finanzierung durch den Vorschlag der EU-Kommission zur Umsetzung der «Basel III»-Reform nicht erschwert, schreibt die Notenbank in einem am Freitag veröffentlichten Beitrag, über den zuvor das «Handelsblatt» berichtet hatte.

Die EU-Kommission hatte Ende Oktober ihre Gesetzesvorschläge zur Umsetzung der nach der Finanzkrise 2008/2009 auf internationaler Ebene abgestimmten Regeln vorgelegt. Demnach sollen Banken in der Europäischen Union bis 2030 ihre Kapitalpuffer um bis zu 8,4 Prozent verstärken, um mögliche Risiken besser abzufedern.

Kredite an Unternehmen, die nicht von Rating-Agenturen bewertet werden, sollen Geldhäuser nach dem Willen der EU-Kommission mit mehr Eigenkapital absichern. Zur Kalkulation von Risiken dürfen Institute nur noch begrenzt eigene Rechenmodelle verwenden. Greifen sollen die Maßnahmen ab 2025. Bevor das Paket in Kraft tritt, müssen das Europaparlament und die EU-Staaten zustimmen.

Keine eigenen Modelle

Das Gros der deutschen Institute nutze keine eigenen Modelle, sondern einen Standardansatz, führt die Bundesbank aus. «Die rund 1300 deutschen Institute, die vorrangig kleine und mittelgroße Unternehmen…