Aktuelle Studie
Dämpfer für Import von E-Fuels nach Europa – „kein billiges Patentrezept“

Eine Photovoltaik-Freiflächenanlage in der ägyptischen Wüste bei Aswan. Aus Ökostrom produzierte E-Fuels lassen sich nicht ohne Weiteres in die EU importieren.

© photothek / Imago Images

von Nicolas Kaufmann
21.01.2022, 17:20 Uhr

Den Weg zur Klimaneutralität stellt man sich in der EU zuweilen recht einfach vor: E-Fuels wie grünen Wasserstoff und Methan importieren – und damit die Technik in Europa klimaneutral weiter nutzen: Doch so simpel ist es nicht, zeigt eine Studie.

2050 – für die EU ist das das Jahr, in dem sie zu 100 Prozent klimaneutral sein will. Bis 2030 will die EU ihre Emissionen bereits um mindestens 55 Projekt reduzieren. Damit das gelingt, setzen ihre Mitgliedsstaaten zunehmend auf Technologien und Infrastruktur aus erneuerbaren Energien.

Da in Europa nicht ausreichend freie Flächen zum Bau erneuerbarer Energiequellen zur Verfügung stehen und etwa Afrika sowie der Mittlere Osten auf mehr Sonnenstunden kommen, gibt es Pläne, die dortige Sonnen- und Windenergie für die Produktion von synthetischen Kraftstoffen, auch E-Fuels genannt, zu nutzen. Die Erzeugnisse, wie etwa auch Methan und grüner Wasserstoff, welcher durch Elektrolyse von Wasser entsteht, wobei ausschließlich Ökostrom zum Einsatz kommt, sollen schließlich in die EU importiert werden. Den Plänen nach soll die vielfach bestehende Technik und Infrastruktur damit einfach klimaneutral weiter betrieben werden.

Doch so leicht ist das nicht, wie eine aktuelle Studie zeigt, an der das Fraunhofer Institut für Energieinfrastrukturen und Geothermie (IEG) beteiligt gewesen ist. Das Forschungsteam prognostiziert einen deutlichen Preisanstieg für grünen Wasserstoff und Methan in den kommenden Jahrzehnten.

Demnach könnte eine Megawattstunde im Jahr 2030 mehr als…