Corona und Schule
Bildungsgewerkschaft: Auch Lehrer bei PCR-Tests priorisieren

Risiko-Ort Schule: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kritisiert, dass Kitas und Schulen nicht flächendeckend mit PCR-Lollitests versorgt wurden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

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Der Gesundheitsminister will bestimmte PCR-Tests priorisiert auswerten lassen. Auch Lehrkräfte sollen bevorzugt behandelt werden, fordert ein Berufsverband. Diese hätten «viel Kontakt» zu Ungeimpften.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat gefordert, Lehrer und Erzieher bei einer Priorisierung von Corona-PCR-Tests mit zu berücksichtigen.

«Sie haben am Arbeitsplatz nicht nur viel Kontakt, sondern auch sehr viel Kontakt mit ungeimpften Menschen», sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag).

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will am Wochenende eine Verordnung zur Priorisierung der Auswertung von PCR-Tests vorlegen. In einem Verordnungsentwurf seines Ministeriums mit Stand von Dienstagnachmittag hieß es, angesichts knapper Kapazitäten und drastisch zunehmender Infektionen sei es notwendig, dass «eine vorrangige Befundung von Probenmaterial von Beschäftigten mit Kontakt zu besonders vulnerablen Personengruppen sichergestellt wird».

«Hätte nicht passieren dürfen»

Finnern kritisierte: «Es hätte nicht passieren dürfen, dass wir jetzt den Zugang zu den PCR-Tests priorisieren müssen.» Es sei immer gesagt worden, dass Schulen unbedingt geöffnet bleiben sollten. «Da wäre die Vorsorge bei der Verfügbarkeit von Tests ein Baustein gewesen.» Sie ergänzte: «Wenn es eine flächendeckende Versorgung mit PCR-Lollitests für Schulen und Kitas gäbe, stünden wir jetzt ganz anders da.»

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