Tourismus
Grünes Tourismus-Projekt für Mallorca löst viel Kritik aus

Die Hotelbranche auf Mallorca will die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter verbessern und umweltfreundlicher werden. Foto: Clara Margais/dpa

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Der Tourismus zählt auf den Balearen zu den wichtigsten wirtschaftlichen Standbeinen. Ein ambitioniertes Projekt soll ihn «grüner» machen. Doch die Pläne stoßen auf viel Skepsis.

Die Ankündigung eines Gesetzes für einen nachhaltigeren und sozialeren Tourismus auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln hat bei allen Betroffenen wenig Begeisterung ausgelöst.

Sowohl Hoteliersverbände als auch ein Zusammenschluss von Zimmermädchen reagierten aus verschiedenen Gründen skeptisch auf die Äußerungen, die Regionalpräsidentin Francina Armengol auf der Tourismusmesse Fitur in Madrid gemacht hatte. Während den Hoteliers die Frage der Finanzierung der geplanten Maßnahmen Sorgen bereitet, wies eine Zimmermädchen-Sprecherin das Projekt als «Pflaster» zurück.

Für das ambitionierte Programm stehen laut Armengol Beihilfen in Höhe von 55 Millionen Euro an EU-Geldern bereit. Doch diese Zahl beruhigt die coronageplagten Hoteliers nicht. «Es ist entmutigend, dass in dieser Situation, in der wir eine Pandemie haben, die wir noch nicht überwunden haben, solche Dinge gefordert werden, obwohl wir andere Probleme zu lösen haben», sagte die Vorsitzende des Hotelierverbandes von Cala Millor im Osten Mallorcas, María Inés Batle. Die Präsidentin des mallorquinischen Hotelierverbandes FEHM, María Frontera, bezeichnete das Projekt zwar als «wichtig», warnte aber: «Wir sind nicht imstande, große Ausgaben zu tätigen.»

Unzufriedenheit auch bei Arbeitnehmern

Doch nicht nur die Unternehmer, auch die der betroffenen Arbeitnehmer, ist alles andere als zufrieden. Dabei hatte die Sozialistin Armengol unter anderem…